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Potsdam Potsdam kümmert sich um Menschen mit Behinderung
Lokales Potsdam Potsdam kümmert sich um Menschen mit Behinderung
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13:10 31.10.2018
Rollstuhlfahrer stehen oft vor unüberwindlichen Hürden. Die Stadt Potsdam will helfen, diese zu überwinden. Quelle: Archivfoto Bernd Gartenschläger
Potsdam

Immer mehr werden Belange behinderter Menschen in der Landeshauptstadt berücksichtigt – dennoch gibt es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. „Das Thema ist noch nicht durch“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des „Lokalen Teilhabeplans 2.0“. Ebenfalls mit am Tisch: Christoph Richter, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung. Bei dem Papier handelt es sich um eine Fortschreibung des ersten Teilhabeplans. Der Lokale Teilhabeplan 2.0. wird als Beschlussvorlage in die November-Sitzung der Stadtverordneten eingebracht und gilt nach dem Beschluss ebenfalls für fünf Jahre. Danach soll seine Umsetzung erneut auf den Prüfstand gestellt werden.

Wie groß der Bedarf an einer angemessenen Teilhabe ist, zeigen die Zahlen. In Potsdam leben 23  995 Menschen mit Behinderung – das sind 13 Prozent der Potsdamer Bevölkerung. Davon sind 17 195 Menschen schwerbehindert – also fast zehn Prozent der Potsdamer Bevölkerung. Was derzeit noch fehlt, ist eine detaillierte Übersicht über die spezifischen Bedürfnisse von gehandicapten Menschen an ihrem jeweiligen Wohnort im Stadtgebiet. Dazu muss jedoch erst erhoben werden, wie die genaue Wohnort-Verteilung aussieht. Erst dann könne man gezielt Befragungen machen, was konkret im Lebensumfeld gewünscht wird.

Die Palette von angedachten Verbesserungen ist breit: Angefangen von mehr barrierefreien Spielplätze für Kinder im Rollstuhl beziehungsweise Kinder mit Sinneseinschränken bis hin zu Erläuterungsbögen in leicht verständlicher Sprache, die den oft kompliziert abgefassten Bescheiden beigefügt werden sollen. Auch im Klinikum soll vermehrt auf einfache Sprache im Umgang mit Patienten gesetzt werden, die Einschränkungen haben. Im Stadt-Alltag soll es ebenfalls Erleichterungen geben. So werden alle Tramhaltestellen in der Friedrich-Ebert-Straße – bislang oft als Negativ-Beispiele genannt – behindertengerecht.

Auch das Innenstadt-Umfeld ist oft voller Tücken angesichts der Buckelpisten mit historischem Pflaster: Dieses soll auf Behindertenparkplätzen und an stark frequentierten Kreuzungen – etwa an der Gutenbergstraße – der Vergangenheit angehören und durch glattes Pflaster ersetzt werden. Außerdem im Fokus: Neue Wohnformen, bei denen Menschen mit und ohne Handicap unter einem Dach leben – etwa im neuen Krampnitz-Quartier.

Von Ildiko Röd

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