Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Potsdam prüfte 35 Varianten
Lokales Potsdam Potsdam prüfte 35 Varianten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:52 09.07.2013
Mit Containern im Drewitzer GewerbegebietAm Buchhorst will die Stadt Platz für weitere Asylbewerber schaffen. Quelle: JULIAN STÄHLE
Anzeige
Potsdam

Die Suche nach Platz für eine zusätzliche Asylbewerberunterkunft illustriert die Probleme einer rasch wachsenden Stadt, in der der Raum für öffentliche Projekte immer enger wird. Auf Anfrage der Fraktion Die Andere hat die Verwaltung jetzt die 35 Orte bekannt gegeben, die geprüft wurden, bevor die Entscheidung fiel, zur Schaffung von 100 zusätzlichen Plätzen Wohncontainer im Drewitzer Gewerbegebiet Am Buchhorst aufzustellen. Derzeit wird laut Stadt die Ausschreibung vorbereitet. Der Zeitplan soll im September bekannt gegeben werden.

In ihrer Not stellte die Verwaltung sogar die Unterbringung von Asylbewerbern im alten Museumshaus in der Benkertstraße oder in der alten Volkshochschule in der Dortustraße zur Debatte. Zum Museumshaus im Holländischen Viertel heißt es einschränkend, die Zimmer seien „überwiegend Durchgangszimmer“, das Haus stünde unter Denkmalschutz, Freiflächen stünden nicht zur Verfügung, auch sei der Einbau einer Brandschutztreppe erforderlich. Ähnlich ungünstig die Volkshochschule: Räume mit bis zu 66 Quadratmetern Fläche benötigten Zwischenwände, insgesamt gebe es zu wenige Sanitärbereiche, keine Kochmöglichkeiten, keine Warmwasserversorgung, nötige Umbaumaßnahmen seien bei einer nur vorübergehenden Nutzung unwirtschaftlich. Zudem bekräftigte Rathaussprecher Markus Klier gestern auf MAZ-Nachfrage, dass das Gebäude der Volkshochschule ebenso wie das alte Museum veräußert werden soll. Die Ausschreibung des Holländerhauses sei „noch in diesem Jahr“ geplant.

Weitere prominente Grundstücke auf der Prüfliste: das Eckhaus Hebbelstraße 1, für das jedoch laut Stadt ein Bauantrag für einen Biomarkt, Wohnungen und kleinere Geschäfte vorliegt, das verwaiste Restaurant „Charlottenhof“ an der Geschwister-Scholl-Straße, das seitens der Schlösserstiftung als Eigentümer aber „weiterhin ausschließlich als Gaststätte und Veranstaltungsort verwendet werden“ solle, oder die alte Brauerei an der Einsteinstraße, für die von den Eigentümern aber „keine Zustimmung für eine andersartige Nutzung erfolgen“ werde.

In der tabellarischen Liste sind für jedes Objekt „Nutzungskonflikte/-beschränkungen“ aufgeführt. Eine ebenfalls mögliche „positive“ Kommentierung hingegen gibt es gerade bei sechs Objekten. Die meisten Positiv-Anmerkungen gab es zu einem Baugrundstück in der Pirschheide zwischen dem Gebäude der Wasserschutzpolizei und dem Kongresshotel: „Grundstück ist in gutem Zustand und augenscheinlich schnell nutzbar“, Containeraufstellung „zulässig“, „wäre als Dauerlösung geeignet“, keine umweltrechtlichen Restriktionen. Nutzungskonflikte: „Grenzt direkt an den Hotelbereich“, nicht geeignet, da der Eigentümer dort einen Wohnungsneubau plant. Bei der Pro Potsdam als Eigentümerin war gestern zu erfahren, dass man „kurz- und mittelfristig Abstand davon genommen“ habe.

Zum favorisierten Grundstück Am Buchhorst heißt es unter anderem: „zeitweise Nutzung für soziale Zwecke, die dem Wohnen zumindest ähnlich ist, aus planungsrechtlicher Sicht eine zulässige Option“, und: „keine Konflikte mit angrenzender Wohnbebauung, da Lage im Gewerbegebiet“.

Von Volker Oelschläger  
 

Potsdam Blaulicht, Martinshorn, Stau und Panik - Für Rettungsdienste wird es in Potsdam eng

Im Berufsverkehr sind Potsdams Straßen dicht; das spüren auch die Lebensretter. Ein Verkehrsnadelöhr reiht sich ans nächste; die Einsatzuhr tickt unerbittlich. Mehr als 15 Minuten darf es nicht dauern, bis die Retter beim Opfer sind. 

09.07.2013
Potsdam Ein Quadratmeter Torte zum Jubiläum - Potsdams Fanfarenzug reist Weltmusikfest

Der Fanfarenzug aus Potsdam reist zum World Music Contest (WMC) nach Kerkrade. Das internationale Musikfestival in der niederländischen Stadt wird alle vier Jahre an mehreren Wochenenden ausgetragen.

09.07.2013

Eine erste Vorabpräsentation des „Drum Klubs“ im Waschhaus im Juni zum 24-Stunden-Festival „Stadt für eine Nacht“ hatte sich als Publikumsmagnet erwiesen.

10.07.2013
Anzeige