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Potsdam Potsdamer Spielplätze auf dem Prüfstand
Lokales Potsdam Potsdamer Spielplätze auf dem Prüfstand
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00:17 12.02.2019
Abenteuer für Kleinkinder und Teenager: Die Potsdamer Spielplatz-Landschaft bietet für jeden das Richtige. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam

Strenger Test für Schaukel und Co: Die knapp 150 städtischen und zahllosen privaten Potsdamer Spielplätze sollen einer genauen Überprüfung unterzogen werden. Die Stadtverwaltung will dafür ein Spielplatzentwicklungskonzept erstellen lassen, die Ausschreibung läuft. Rund 100.000 Euro investiert Potsdam in dieses Konzept. Dessen Ziel: Herausfinden, wie es um die Spielplätze steht, wo saniert werden muss und wo erweitert werden kann. Als Spielplatz zählt jede öffentliche Gratis-Spielgelegenheit, also Sandkästen und Rutschen ebenso wie Bolzplätze und Kletterwände.

Mehr Einwohner brauchen auch mehr Spielplätze

In der wachsenden Stadt wird auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen immer größer. 17 Prozent der Potsdamer sind minderjährig; bis zum Jahr 2035 rechnet Potsdam mit mehr als 220.000 Einwohnern. Das wäre ein Anstieg um ein Viertel verglichen mit der jetzigen Einwohnerzahl von rund 176.000. „Das ergäbe einen Bedarf von 35 neuen Spielplätzen“, heißt es in der Ausschreibung des Konzepts. Allerdings schließt die Ausschreibung auch den Abriss bestehender Plätze nicht aus: „In seltenen Fällen kann es zweckdienlich sein, einen Spielplatz zurückzubauen.“

Wo und in welcher Größe man neue Plätze bauen könnte, ist eine der Fragen, die das Entwicklungskonzept beantworten soll. Auf dem Prüfstand stehen zudem der Sanierungsbedarf der Plätze und deren Bespielbarkeit, der so genannten Spielfunktionsdichte. Vieles hängt von der Zielgruppe ab: Ein Dreijähriger hat andere Ansprüche als eine Gruppe Teenager. Ob sich auf einem Spielplatz Schaukel und Wippe oder Basketballkorb und Halfpipes befinden, ob der Sandkasten vor der Haustür liegt oder der Abenteuerspielplatz am Ende des Wohnviertels – ein entsprechendes Konzept muss all das bedenken.

Kostspieliges Vergnügen

Die Spielplätze sind über die ganze Stadt verteilt. 26 befinden sich in den südlichen Quartieren Waldstadt, Schlaatz, Teltower und Templiner Vorstadt. In Babelsberg, am Stern und in Drewitz sowie den westlichen Vorstädten können Potsdams Jüngste zwischen jeweils 20 Anlagen wählen. 16 weitere Spielplätze liegen in der Innenstadt. Deren Pflege ist schon heute kostspielig. Der städtische Haushalt für 2018 und 2019 sieht knapp 300.000 Euro für die Instandhaltung vor, weitere 275.000 Euro liegen für den Kauf neuer Spielgeräte bereit. Monatlich erfolgen Überprüfungen, einmal jährlich gibt es für jeden Spielplatz eine Hauptuntersuchung. Besonders stark genutzte Plätze werden außerdem wöchentlich auf Schäden, Verunreinigungen und Vandalismus geprüft.

Auf dem Online-Portal Spielplatznet.de können Eltern und Kinder Spielplätze bewerten. Für Potsdam zeigt die Seite sehr unterschiedliche Meinungen. „Der Spielplatz macht einen furchtbaren Eindruck“, heißt es über eine Anlage in der Babelsberger Anhaltstraße, „die Steinmauer und -platten sind gefährlich, ich sehe ständig Kinder, die auf den sandigen Steinplatten ausrutschen.“ Gut kommt der Spielplatz auf der Freundschaftsinsel weg: „Tolle Kletterlandschaft auf einer schönen Insel, insbesondere für kleinere Kinder gut geeignet.“ Ein defektes Schaukelperd bemängelt ein Nutzer am Johannes-Kepler-Platz, in Fahrland ist mehr Spielzeug für Kleinkinder gewünscht. Auch solche Beschwerden sollen im nun ausgeschriebenen Konzept für die Zukunft der Spielplätze Beachtung finden.

Von Saskia Kirf

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