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Potsdam soll Sanierungskonzept vorlegen

Streit um Preußenhalle Groß Glienicke Potsdam soll Sanierungskonzept vorlegen

Die Preußenhalle in der Groß-Glienicker Waldsiedlung wird zum Politikum. Die Sanierung des größten Veranstaltungsortes in Potsdams Norden ist überfällig, doch offen ist, wie das finanziert werden soll. Die CDU in Potsdam will die Halle verkaufen, um damit private Mittel zu aktivieren. Doch Ortsbeirat und der Kulturausschuss haben dagegen gestimmt.

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Die Preußenhalle ist dringend sanierungsbedürftig.

Quelle: Volker Oelschläger

Gross Glienicke. In der Diskussion um einen von der CDU beantragten Verkauf der Preußenhalle im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke gibt es erste Voten. Nach dem Ortsbeirat Groß Glienicke hat auch der Kulturausschuss für eine geänderte Textfassung gestimmt, in der das Wort Verkauf nicht mehr vorkommt. Nunmehr soll der Oberbürgermeister beauftragt werden, für die Sanierung der Preußenhalle ein Konzept entwickeln, das den politischen Gremien bis zum September vorliegen soll.

Mit dem Ausschuss für Bildung und Sport sowie dem Ausschuss für Ordnung, Umweltschutz und ländliche Entwicklung haben sich bereits zwei weitere Gremien der Stadtverordnetenversammlung mit dem CDU-Antrag befasst, die eine Abstimmung darüber aber zugunsten weiterer Beratungen vertagt haben. Im Bauausschuss steht der Antrag erst am Dienstag auf der Tagesordnung.

Eingebracht wurde der Antrag im Kulturausschuss von dem Groß-Glienicker CDU-Stadtverordneten Norbert Mensch. Ortsvorsteher Winfried Sträter (Groß-Glienicker Forum) bestätigte danach, dass die Halle sanierungsbedürftig sei. Allerdings müsse man sich die Frage stellen, ob sich die Stadt von so einem Objekt trennen wolle.

Die Preußenhalle ist mit ihren zwei mal 600 Quadratmeter großen Sälen der größte Veranstaltungsort in Potsdams Norden. Mensch argumentierte, der Investor der Groß-Glienicker Waldsiedlung sei bereit, die Halle zu erwerben und zu sanieren. Die Chance sollte man nutzen. Denn nach Fertigstellung der Siedlung 2019 werde er wieder „verschwunden sein“.

Gegen einen Verkauf argumentierten unter anderem Karin Schröter (Linke), Carmen Klockow (Bürgerbündnis) und David Kolesnyk (SPD). Der Chef des zuständigen Kommunalen Immobilienservices (Kis), Bernd Richter, hatte im Bildungsausschuss erklärt, dass er den Verkauf mit dem Ziel der Sanierung begrüße. Dem Kis selbst fehlten die Mittel dafür.

Sträter erinnerte im Kulturausschuss daran, dass Richter das selbe auch vor fünf Jahren schon gesagt habe: „Er hatte gesagt, da wird kein einziger Euro investiert.“ Allerdings seien kurz darauf im Zusammenhang mit der Nutzung der Halle durch Flüchtlinge dann doch noch überraschend Mittel für die Brandschutzsicherung bereit gestellt worden.

Die denkmalgeschützte Preußenhalle ist seit der Eingemeindung Groß Glienickes 2003 in städtischem Besitz. Die Kosten einer Komplettsanierung werden vom Rathaus auf 1,5 bis 2 Millionen Euro geschätzt.

Von Nadine Fabian und Volker Oelschläger

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