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Potsdam stellt öffentliche Daten zur Verfügung

„Badewasserkarte“ und Freie-Parkplätze-App Potsdam stellt öffentliche Daten zur Verfügung

Das Rathaus geht in die Offenheits-Offensive: Öffentliche Daten sollen digital und frei über die Rathaus-Internetseite zugänglich gemacht werden. Private Unternehmer und die Netz-Community könnten mit Hilfe dieser Gratis-Daten dann Apps oder Webanwendungen bauen, die den Potsdamern den Alltag einfacher machen können – etwa die „Freie Parkplätze“-App.

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Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) stellte am Montag im Rathaus das neue Konzept für Open Government Data vor.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Das neue Konzept für „Open Government Data“ ist am Montag im Rathaus von Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) und Christoph Andersen, dem Leiter des Fachbereichs Steuerung und Innovation der Landeshauptstadt, vorgestellt worden. Hinter der zunächst eher kryptisch klingenden Bezeichnung verbergen sich – ins Deutsche übersetzt – öffentliche Daten, die digital und frei zugänglich gemacht werden.

Was kann „Open Government Data“ ganz konkret?

Konkret könnte das etwa so aussehen: Über eine App beziehungsweise eine Webanwendung kann man sich eine „Badewasserkarte“ ansehen mit einer Visualisierung von Seen, Flüssen und Schwimmbädern in und um Potsdam, inklusive aktueller Meldungen der entsprechenden Badewasserqualität.

Weitere vorstellbare Beispiele: Eine App zur Trinkwasserqualität oder stadtspezifische „Babynamen“-App, die Daten aus dem Namenslexikon für werdende Eltern mit der Vornamen-Statistik von Potsdam und Umland verbindet. Oder eine App /Webanwendung, wo auf einer Karte die freien Parkplätze in der Stadt angezeigt werden – unter anderem dank der Daten aus den Parkhäusern.

Verwaltung liefert den nötigen „Rohstoff“ an Datenmaterial

Für diese Angebote würde die Verwaltung den nötigen „Rohstoff“ liefern, so Exner – sprich: das Datenmaterial. Private Unternehmer und die Netz-Community könnten mit Hilfe dieser Daten dann die Apps oder Webanwendungen entwickeln. Der Zugriff auf die Daten soll über ein separates Open-Data-Portal auf der Internetseite des Rathauses erfolgen, das eine umfangreiche Suchmöglichkeit bieten und einen Datenzugriff in verschiedenen Formaten erlauben soll. Tabu bleiben dabei natürlich Daten, die dem Betriebsgeheimnis unterliegen, personenbezogen sind oder dem Urheberrecht unterliegen.

Momentan ist all das zwar noch Zukunftsmusik, aber das städtische Projekt „Open Government Data“ steht bereits in den Startlöchern. Am morgigen Mittwoch wird den Stadtverordneten das Konzept vorgelegt, das die Verwaltung in den vergangenen Monaten ausgearbeitet hat. In Vorbereitung des Konzepts wurde im Sommer 2015 eine Online-Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche Themen den Potsdamern im Zusammenhang mit Open Data wichtig sind. Das Ergebnis: Besonders Bauen und Wohnen, Denkmalschutz, Geodaten (zum Beispiel Bebauungspläne) und Bevölkerung sind Open-Data-Schwerpunkte.

Exner: „Damit treiben wir das Thema Bürgerkommune voran“

Von der Zeitschiene her könnte das Open-Data-Portal, das den Daten-„Rohstoff“ der Verwaltung bereitstellt, 2017 an den Start gehen. Vorbildwirkung haben Städte wie Wien oder Zürich. Dort werden im städtischen Open-Data-Portal auch jene Apps gebündelt, die von anderen extern vorprogrammiert worden sind. Im Rathaus sieht man die Bereitstellung des frei und gratis nutzbaren Datenmaterials auch vor dem Hintergrund „einer weiteren Demokratisierung“, so Exner: „Damit treiben wir das Thema Bürgerkommune noch mal voran.“

Von Ildiko Röd

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