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Potsdam sucht privaten Investor für Biosphäre

Tropenhalle wird nicht abgerissen Potsdam sucht privaten Investor für Biosphäre

Die Biosphäre in Potsdam soll bleiben: Die Landeshauptstadt will an der Tropenhalle festhalten und bis Jahresende einen Privatinvestor für den Betrieb des defizitären Dschungelparadieses suchen. Dieser würde einen städtischen Zuschuss in Höhe von 1,9 Millionen Euro pro Jahr bekommen.

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Die Biosphäre soll bleiben.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Landeshauptstadt will an der Tropenhalle in der Biosphäre am Bornstedter Feld festhalten und bis Jahresende einen Privatinvestor für den Betrieb des defizitären Dschungelparadieses suchen. Diesen Vorschlag wird Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) der Stadtverordnetenversammlung am 3. Mai unterbreiten. „Die Halle sollte erhalten bleiben und der Öffentlichkeit weiter als Tropenhalle zur Verfügung stehen“, sagte er am Mittwoch.

Eigentlich sollte die Ex-Buga-Halle am 30. November 2017 in ihrer jetzigen Form ihre Türen schließen. Diese Pläne sind nun vom Tisch, erklärte Jakobs am Mittwoch.

Biosphäre wird noch jahrelang öffentlich bezuschusst

Sollten die Stadtverordneten grünes Licht für den Weiterbetrieb der Tropenhalle geben, könnte die EU-weite Ausschreibung zur Vergabe an einen privaten Betreiber im Juni starten und bis Jahresende abgeschlossen sein. Der auf mindestens 20 Jahre zweckgebundene Betrieb wäre an Vorgaben gebunden; unter anderem sollen die Arbeitsplätze der etwa 70 festen und geringfügig beschäftigten Mitarbeiter erhalten bleiben.

Das Tropenparadies lockte 2016 mehr als 150000 Besucher an

Das Tropenparadies lockte 2016 mehr als 150.000 Besucher an.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Im Gegenzug würde der Privatinvestor einen städtischen Zuschuss in Höhe von 1,9 Millionen Euro pro Jahr bekommen, der allerdings perspektivisch reduziert werden soll – vorausgesetzt, das Dschungelparadies erweist sich irgendwann als rentabel. Sollte sich kein Investor finden, würde der aktuelle Betreiber – die Biosphäre Potsdam GmbH – „mit der langfristigen, dauerhaften, kostenminimierenden und wirtschaftlichen Nachnutzung und Betreibung der Biosphäre als Tropenhalle in modifizierter Form“ beauftragt.

Acht Nutzungsvarianten geprüft

Mit dem jetzigen Vorschlag endet voraussichtlich die jahrelange Suche nach einer adäquaten Nachnutzung der Ex-Buga-Halle, deren Betrieb von der Stadt mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr bezuschusst werden muss. Im Rahmen einer mehrmonatigen Untersuchung wurden acht Nutzungsvarianten geprüft. Zur Debatte standen unter anderem der Abriss, Kita-Betrieb, Schule, multifunktionale Halle, Beachvolleyballhalle, Kiezbad oder Eishockeyhalle.

Das Ergebnis: Trotz hoher Investitionskosten für eine modernisierte Tropenhalle wäre der Weiterbetrieb immer noch die günstigste Variante. Ein Komplettumbau – etwa zum Schwimmbad – würde hingegen die Kosten explodieren lassen.

Von MAZonline

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