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Potsdam tanzt für Toleranz

Demo gegen „Patrioten“-Aufzug Potsdam tanzt für Toleranz

Am Samstag wollen „Patrioten“ aus dem rechten Milieu durch Potsdam ziehen. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ ruft für 14 Uhr zur Gegendemonstration auf – und nutzt die Gelegenheit, um eine Neuauflage des „Neuen Potsdamer Toleranzedikts“ vorzustellen.

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Das Bündnis demonstriert um 14 Uhr.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Anlässlich der Demonstration gegen den Aufzug der „Freien Patrioten Potsdam“ am Samstag stellt das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ die Neuauflage des Neuen Potsdamer Toleranzedikts vor. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Pastorin Hildegard Rugenstein, Christoph Miethke, Chef des Vereins „Neues Potsdamer Toleranzedikt“, sowie Historiker Christoph Wernicke sind anwesend. Die Toleranz-Kundgebung beginnt um 14 Uhr am Brandenburger Tor. Die „Patrioten“ versammeln sich zur selben Zeit auf dem Luisenplatz unter dem Motto „Nein zum Islamterror! Gedenken für Terroropfer in Deutschland, Europa und der Welt“. Die Organisatoren kommen aus dem rechtsextremen Milieu, so Stadtsprecher Stefan Schulz. „Offen stellen sie sich gegen eine multikulturelle und interreligiöse Gesellschaft. Sie verachten den Zuzug nichtdeutscher Menschen, lehnen Europa als gemeinsames Haus ab und verabscheuen eine auf Integration ausgerichtete Gesellschaft“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Boxsport und Band

Die Gegenkundgebung für Toleranz und Menschlichkeit vom Bündnisvorsitzenden, Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), eröffnet. „Längst ist das Zusammenleben verschiedenster Kulturen und Religionen in Potsdam Realität“, so Jakobs. Alle Menschen, Einheimische wie Zugewanderte und Flüchtlinge, seien hier herzlich willkommen. Bei der Veranstaltung am Brandenburger Tor werden Mitglieder des Club 91 ihre Kenntnisse im Boxsport präsentieren. Die Band Lari sorgt für Pausenmusik. Ab 15.45 Uhr heißt es dann „Gemeinsam tanzen für Toleranz“ mit Ursula Müller.

Die Pogida-Nachfolger unter Graziani Grünwald hat für seine Kundgebung 700 Teilnehmer angemeldet. Erwartet werden aber weit weniger „Patrioten“, da die Pogida-Gruppierung in Potsdam über die Monate stark an Zulauf verloren hatte. Die Polizei ist auf einen Großeinsatz vorbereitet.

Von Marion Kaufmann

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