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Potsdam überarbeitet Qualitätsstandards für Kitas

Kinderbetreuung Potsdam überarbeitet Qualitätsstandards für Kitas

Für Kindereinrichtungen in der Landeshauptstadt sollen unabhängig von Konzeption und Konfessionen Mindestanforderungen gelten. Einige Träger und Verbände fordern sogar bundeseinheitliche Standards.

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Quelle: dpa

Potsdam. Die Stadt Potsdam will bei der Kinderbetreuung neue Maßstäbe setzen. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Verwaltung und freien Trägern sollen die Qualitätsparameter für Kitas überarbeitet werden. Gewisse Mindeststandards „sollen dann für alle Kitas gelten, egal welcher Konzeption oder Konfession sie folgen“, heißt es in einer Antwort der Sozialverwaltung auf eine Anfrage von CDU-Fraktionschef Matthias Finken.

Die aktuell gültigen Standards wurden 2009 erarbeitet. Einzelne Teilbereiche wie zum Beispiel die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell seien für alle Träger umgesetzt worden. Das heißt am konkreten Beispiel, dass in allen Kitas Kinder phasenweise unter Einbeziehung eines Elternteils eingewöhnt werden sollen.

Dem 2007 von mehreren Brandenburger Kommunen gegründeten Verbund „Kommunales Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Kindertagsbetreuung“ (KomNet-QuaKi) ist Potsdam allerdings nicht beigetreten. Das Institut für angewandte Familienforschung an der Universität Potsdam hatte für die Kommunen ein Qualitätsmanagement erarbeitet. „Da die Landeshauptstadt Potsdam zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung getroffen hatte, keine kommunalen Kindertagesstätten zu betreiben, hat sie den freien Trägern von Einrichtungen die Möglichkeit gegeben, eigene auf dem Markt befindliche Qualitätsprüfsysteme zu nutzen“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage. Die Landeshauptstadt selbst könne keine Zertifizierung von Einrichtungen vornehmen. Eine einheitliche Qualitätsüberprüfung wäre überdies „eine zusätzliche finanzielle Belastung“.

Einige Träger, die auch in Potsdams Kitas betreiben, fordern hingegen nicht nur landes- sonder sogar bundeseinheitliche Standards für die Kinderbetreuung. Darunter sind die Arbeiterwohlfahrt als größter Kitaträger in der Landeshauptstadt und die Fröbel-Gruppe, die außer in Potsdam noch in 40 anderen Brandenburger Gemeinden vertreten ist. „Fröbel betreibt Kindertagseinrichtungen in zehn Bundesländern und ist daher von den unterschiedlichen Standards besonders stark betroffen“, teilt der Betreiber mit. Insgesamt 30 Akteure, darunter auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und das Deutsche Kinderhilfswerk, fordern, überall in Deutschland eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen. Dazu müssten verbindliche Standards eingeführt werden. Dazu gehören die Qualifikation von Fachkräften, Festlegungen von Öffnungs- und Schließzeiten, sowie eine Vereinheitlichung der Kosten für die Familien.

Von Marion Kaufmann

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