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Potsdam Potsdam versäumt Fördergeld für Bahnhof
Lokales Potsdam Potsdam versäumt Fördergeld für Bahnhof
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18:41 14.10.2015
An Barrierefreiheit hapert es bislang am Bahnhof Marquardt. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Ausbau des Bahnhofs Marquardt in Potsdam muss ohne Fördergelder vom Bund realisiert werden. Die Stadt hat die Bahnstation nicht rechtzeitig für ein Förderprogramm zur Barrierefreiheit von kleinen Bahnstationen vorgeschlagen. „Wir haben es versäumt uns rechtzeitig beim Ministerium für Infrastruktur und ländliche Entwicklung (MIL) anzumelden“, sagte Detlef Pfefferkorn von der Stadtverwaltung am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr.

Verwaltung: „Bahnhof kam für Förderprogramm nicht in Frage“

Eine Teilnahme an dem Förderprogramm war laut Pfefferkorn gar nicht vorgesehen, da Bundesmittel für den Bahnhof Marquardt nicht in Frage kämen, „weil dieser derzeit zu wenig Fahrgäste hat und noch keine Planung für den Umbau vorliegt“. Dem widersprachen die Ausschussmitglieder heftig. „Das MIL hat eine Liste mit 20 Bahnhöfen an den Bund übermittelt. Für 19 davon gibt es keine Planung. Die Stadt hätte sich anmelden müssen, um zumindest die Chance auf Förderung zu wahren“, sagte Marcus Krause (SPD). Der östliche Bahnsteig des Bahnhofs ist bislang nur über eine Brücke mit Treppen erreichbar.

Mit dem Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums sollen kleine Bahnhöfe, die weniger als 1000 Fahrgäste am Tag haben, barrierefrei umgebaut werden. Es umfasst derzeit 50 Millionen Euro. Die Bahnhöfe Saarmund, Seddin und Wilhelmshorst wurden vom Land für das Programm gemeldet.

Konzept für Ausbau soll bis Mitte 2016 entstehen

In den nächsten Jahren soll der Bahnhof Marquardt trotzdem zu einem barrierefreien und „multimodalen Umsteigepunkt“ ausgebaut werden, wie Pfefferkorn berichtete. Das Park-und-Ride-Angebot soll vergrößert und besser an die B 273 angebunden werden. Gleiches gilt für Radfahrer, die auf die Bahn umsteigen wollen. Auch das Umfeld soll neu gestaltet werden. In enger Abstimmung mit dem Ortsbeirat werde in einem Werkstattverfahren bis Mitte 2016 das Konzept fertiggestellt.

Beim Ausbau des P+R-Angebots bemüht sich die Stadt um Geld aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb. Drei Viertel der Kosten in Höhe von 700 000 Euro könnten aus EU-Mitteln gefördert werden. Die Umsetzung ist für 2018 geplant.

Von Peter Degener

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