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10:13 23.02.2018
Straßenbahn am damaligen Potsdamer Hauptbahnhof in der Pirschheide. Quelle: Verkehrsbetrieb, Bundesarchiv
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Potsdam/Pirschheide

Zwischen Bahnhof Pirschheide, Seekrug und Zeppelinstraße soll ein neues Stadtviertel gebaut werden. Das Rathaus hat am Donnerstag eine Beschlussvorlage für vorbereitende Untersuchungen veröffentlicht, die am 7. März in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden soll. Das Gebiet ist mit 22 Hektar fast anderthalbmal so groß wie das Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse. Ein erheblicher Teil gehört zum Landschaftsschutzgebiet „Potsdamer Wald- und Seengebiet“.

Nach Einschätzung der Stadtplaner im Rathaus handelt es sich „um eine der wenigen größeren zusammenhängenden Flächen im Stadtgebiet, die das Potenzial für eine integrierte städtebauliche Entwicklung hat“. Ende 2016 hatte die Stadt beim Land beantragt, das Gelände im Landesentwicklungsplan als „Gestaltungsraum Siedlung“ für Wohnungsneubau freizugeben. Ende 2017 kam die Genehmigung. Am Mittwoch gab es vom Rathaus eine erste Mitteilung zum weiteren Vorgehen.

Eine zusätzliche weiterführende Schule

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen sollen zunächst mögliche Nutzungen geklärt werden. So könnte in dem Gebiet neben Wohnungen und einer Kindertagesstätte auf zwei Hektar eine zusätzliche weiterführende Schule errichtet werden. Der Bahnhof Pirschheide, bis in die 1990er Jahre Potsdams Hauptbahnhof, soll zur Drehscheibe mit Anbindung an die Regionalbahn, an den innerstädtischen Busverkehr und die Straßenbahn sowie zum Standort für Park & Ride ausgebaut werden.

In dem Gebiet gibt es Potenzial für Gewerbe, Büros und Dienstleistungen. Bestandteil der Prüfungen sind „dauerhafte Perspektiven“ für das 2013 geschlossene Ausflugsrestaurant „Seekrug“, die Stärkung des Rudersports sowohl als Breiten- als auch als Spitzensport, die Verbesserung des Radweges und eine Verbesserung des öffentlichen Zugangs zum Wasser.

Oberbürgermeister Jakobs: Am Bahndamm ist Schluss

Mit dem Viertel würde die Stadt erstmals seit 100 Jahren wieder mit einem Wohngebiet in Richtung Geltow wachsen. Den letzten Wohnungsneubau über mehrere Straßenzüge gab es dort Anfang der 1920er Jahre mit der Siedlung Stadtheide. In einem Gespräch zur Bevölkerungsentwicklung sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs kürzlich auf Nachfrage, dass ein weitergehender Siedlungsbau Richtung Geltow nicht geplant sei: Am Bahndamm sei Schluss.

Obwohl die Beschlussvorlage noch gar nicht in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht wurde, ist sie in Teilen schon nicht mehr aktuell. In der Begründung verweist die Verwaltung auf eine Bevölkerungsprognose, nach der Potsdam bis 2035 auf 200 000 Einwohner wächst. Seit Januar ist bekannt, dass man schon 2026 mit dieser Größe rechnet.

Von Volker Oelschläger

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