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Potsdam wächst rasant

Statistischer Jahresbericht Potsdam wächst rasant

Der statistische Jahresbericht der Landeshauptstadt Potsdam für 2015 belegt die höchste Anzahl von Zuzügen seit dem Zweiten Weltkrieg. Zum Jahreswechsel 2015/16 hatte die Stadt 167 505 Einwohner, das waren 3837 mehr als im Vorjahr. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sprach bei der Vorstellung der Zahlen von einer „sensationellen Entwicklung“.

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Potsdamer Kinder beim Rugby-Training auf dem Uni-Sportplatz am Neuen Palais.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Im vergangenen Jahr sind mit 12 093 Personen so viele Menschen wie noch nie in der Nachkriegszeit nach Potsdam gezogen. Das gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des Statistischen Jahresberichts für 2015 bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr waren es laut Jakobs 1287 mehr Neu-Potsdamer. Ein Grund für den Zuzugsrekord war die Aufnahme von fast 1500 Geflüchteten. Auch nach dem Abzug von 8571 Menschen, die aus Potsdam fortzogen, bleibt für 2015 ein Bevölkerungszuwachs um 3522 Personen allein durch Zuzüge.

Als „sensationell“ bezeichnete der Oberbürgermeister die Bevölkerungsentwicklung insgesamt. Zum Jahreswechsel hatte die Landeshauptstadt 167 505 Einwohner. Das waren 3837 Einwohner mehr als zum Jahreswechsel 2014/15. Damit habe Potsdam seit 16 Jahren eine ununterbrochen positive Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen.

Leicht zurück gegangen ist die mit 1781 die Anzahl der Geburten. Im Vorjahr waren es 77 Babys mehr. Potsdams Chefstatistikerin Heike Gumz führt das auf den Geburtenknick der Nachwendezeit zurück. Charlotte und Paul waren 2015 die beliebtesten Namen. 1620 Potsdamer starben 2015, das waren 77 Todesfälle mehr als 2014. Damit ist für die Landeshauptstadt das 14. Jahr in Folge ein Geburtenüberschuss zu verzeichnen.

Erstmals seit mehreren Jahren verringerte sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung – um 0,1 auf 42,5 Jahre. Der Bevölkerungsanteil der Kinder und Jugendlichen wuchs von 16,5 auf 16,8 Prozent. Das Durchschnittsalter der Potsdamer Mütter bei der Geburt ihrer Kinder entspricht mit 31,1 Jahren seit nunmehr drei Jahren westdeutschen Verhältnissen.

Der mit 54,4 Prozent sehr hohe Anteil von Neugeborenen mit unverheirateten Müttern hingegen sei „für Ostdeutschland typisch“. Die Geburtenrate betrug 10,6 je 1000 Einwohner und war damit etwas geringer als im Vorjahr.

Mit dem aktuellen Kompendium legt die Landeshauptstadt den mittlerweile 25. Statistischen Jahresbericht seit der Neugründung der Potsdamer Kommunalstatistik im Jahre 1991 vor. Auf 300 Seiten gibt es einen umfassenden Überblick über Entwicklungen und Eckdaten zu den demografischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, politischen und geografischen Verhältnissen der Landeshauptstadt.

Der Bericht ist unter dem Stichwort Statistik und Wahlen auf der Potsdamer Internetseite www.potsdam.de veröffentlicht.

Von Volker Oelschläger

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