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Potsdam wächst viel schneller als gedacht

Bevölkerungszuwachs in Potsdam Potsdam wächst viel schneller als gedacht

Nach der Wende hatten die Potsdamer fast zehn Jahre lang mehr mit ihrer Existenzsicherung zu tun als mit dem Kinderkriegen. Die Kinder fehlen jetzt. Trotzdem nimmt die Einwohnerzahl zu, weil die Stadt immer attraktiver für Zuzügler wird.

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Potsdams Bevölkerung wächst viel schneller als erwartet, weil immer mehr Menschen zuziehen. Sie finden hier genügend Kita-Plätze (hier im Bornstedter Feld), eine stetig bessere Nahverkehrsstruktur, Jobs und genügend Wohnbauland.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die brandenburgische Landeshauptstadt muss ihre Bevölkerungsprognosen nach oben korrigieren. Im Jahr 2030 wird Potsdam neuesten Berechnungen zufolge fast 193000 Einwohner haben, rund 14200 mehr als bislang vorausgesagt. Bereits im Jahr 2020 wird man bei etwa 177750 liegen, 7300 mehr als erwartet. Derzeit wohnen 165917 Menschen in Potsdam, ein Plus von 2250 gegenüber dem Ende des Vorjahres.

Reiner Pokorny, Chef des Verwaltungsmanagements, macht dafür eine immer höhere Anziehungskraft der Stadt für Zuzügler verantwortlich. Es gebe genügend Wohnbauland für den Zuwachs, sagte er am Mittwoch. Die Verkehrsverbindungen würden immer besser und genügend Schul- und Kita-Plätze geschaffen. Oberbürgermeister Jann Jakobs sieht sich wegen des unerwarteten Zuwachses genötigt, alle perspektivischen Stadtplanungen auf den Prüfstand zu stellen: die Schul- und Kitaplanung, die Jugendhilfe- und die Verkehrsplanung, das Wohnungsbauprogramm. Als zeitgemäß bewertete Jakobs am Mittwoch die Bereitstellung von 70 Millionen Euro des Landes für den sozialen Wohnungsbau, der vor allem den Kommunen im Berliner Speckgürtel zugute kommen soll.

Die Flüchtlingsströme mit 1000 bis 1500 neuen Bewohnern pro Jahr sind noch in den Berechnungen noch nicht enthalten.

Auf natürlichem Wege allerdings entsteht der Bevölkerungszuwachs nicht. Die Geburtenzahlen stagnieren bis 2020, weil die Paare in den ersten zehn Nachwendejahren vor allem mit ihrer Existenzsicherung zu tun hatten und viel zu wenig Kinder bekommen haben. In die Wende ging man noch mit 180 Geburten pro 100 Frauen; das brach auf 60 ein und blieb über Jahre auf diesem Niveau. Das geburtenrestriktive China brachte es Mitte der 90er Jahre auf 175 Geburten je 100 Frauen.

Ab 2020 rechnen die Potsdamer Statistiker wieder mit leicht steigenden Geburtenzahlen, aber eben auch mit viel deutlicher zunehmenden Sterbezahlen. Unterm Strich bedeutet das einen natürlichen Einwohnerverlust, der nur durch Zuzüge ein Plus der Gesamtbevölkerung bringt.

Von Rainer Schüler

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