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Potsdam wartet weiter auf „Nina“

Sturm- und Terrorwarnungen auf dem Handy Potsdam wartet weiter auf „Nina“

Während Potsdam weiter auf das Notfallmeldesystem fürs Handy namens „Nina“ wartet, fragen beim Konkurrenten „Katwarn“ immer mehr Interessenten an. Die Stadt hatte dieses System vor drei Jahren abgelehnt, dabei gilt es als geeigneter für kommunale Warnungen. Für Nina fehlt noch der Anschluss an sämtliche Leitstellen der Region.

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Katwarn ist speziell auf kommunale Warnungen ausgerichtet.

Quelle: dpa

Potsdam. „Nina“ lässt in Potsdam noch auf sich warten. Die offizielle Notfall-Informations- und Nachrichten-App, wie sie ausgesprochen heißt, des Bundes funktioniert im Moment noch nicht. Eigentlich sollte sie die Potsdamer vor heraneilenden Großbränden, Unwettern oder anderen Katastrophen warnen. Das kann auch die Anwendung namens „Katwarn“ (Katastrophenwarnsystem), die in Potsdam bereits 2013 vorgestellt und direkt abgewählt wurde. Dabei wäre Katwarn laut Arno Vetter, der Verträge mit Ländern und Städten für Katwarn abschließt, eigentlich die bessere Lösung.

1,5 Millionen Menschen haben sich bislang bundesweit bei Katwarn registriert. Nach dem Amoklauf in München stieg die Nutzerzahl rapide an. Nina zählt dagegen einer Sprecherin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zufolge nur 700 000 User. Während sich der Landkreis Dahme-Spreewald für Katwarn entschied, fiel die App in Potsdam durch. Grund sei das Ziel gewesen, ein einheitliches Warnsystem für Brandenburg zu schaffen.

„Schutzengel“-Funktion für Katwarn einzigartig

„Für kommunale Warnungen funktioniert Katwarn eigentlich besser“, sagt Arno Vetter. Katwarn könne sehr viel lokaler melden und daher Massenpaniken vermeiden. Diese ortsgebundenen Meldungen nennen sich „Schutzengel“ und seien einzigartig. Bei Nina gebe es so etwas nicht. Das weist die Sprecherin des Bundesamtes zurück und sagt, dass genau an diesen Verfeinerungen momentan gearbeitet wird. „Brandenburg ist hier der Vorreiter. Die App an sich funktioniert, aber sie muss noch an die einzelnen Leitstellen des Landes angeschlossen werden.“

Je mehr davon in das System integriert sind, umso lokaler könne Nina melden. Wann das soweit sein wird, konnte die Sprecherin aber noch nicht sagen. Dass bei einem Wirbelsturm oder einem Großbrand auch die umliegenden Gebiete gewarnt werden, sei beabsichtigt. „Am Ende entscheidet das jeder Landkreis oder jede Kommune für sich.“ Bei Vetter haben sich unterdessen mehr Interessenten für Katwarn aus Brandenburg gemeldet. „Wenn das gewünscht ist, stellen wir die App auch noch mal in Potsdam vor“, sagt er.

Von Luise Fröhlich

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