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Potsdam weist Abfallstudie als fehlerhaft zurück

Hausmüllhochburg Potsdam? Potsdam weist Abfallstudie als fehlerhaft zurück

Das Internetportal billiger.de hat das Müllaufkommen von 200 Städten und Landkreisen untersucht. Ergebnis: Die Potsdamer häufen ziemlich viel Abfall an. Offenbar eine Schrottstudie, denn die Stadt nennt ganz andere Daten.

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Produzieren die Potsdamer zu viel Hausmüll?

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Die Stadtverwaltung weist eine bundesweite Studie des Internetportals billiger.de zurück, in der Potsdam als Hausmüllhochburg ausgewiesen wird. In dem Ranking von 200 Städten und Landkreisen landet Potsdam auf Platz 22. Demnach seien in der Landeshauptstadt im Jahr 2015 durchschnittlich 266 Kilo Hausmüll je Einwohner eingesammelt worden – ein Wert, der 35 Prozent über dem Durchschnitt liege. Der Hausmüll mache in Potsdam 60 Prozent des Gesamtmüllaufkommens aus, schreibt das Portal.

„Immer wieder versuchen diverse Internetportale Vergleiche und Statistiken zu erstellen, die nicht ihr Kerngebiet betreffen und fehlerhaft sind, aber den Schein von Seriosität vermitteln“, kritisiert Stadtsprecher Jan Brunzlow. Potsdam lande in der Studie den Hausmüll betreffend auf dem Rang „Müllhochburg“, die Gesamt-Abfallbilanz betreffend aber unter dem deutschen Durchschnitt – das sei nicht erklärbar. „Wir können die als Grundlage des Vergleiches genutzten Abfallmengen nicht nachvollziehen, auch wurde bei uns diesbezüglich nicht angefragt“, sagt Brunzlow. Das Portal gibt an, die Daten in den Kommunen, bei den Statistischen Landesämtern und dem Statistischen Bundesamt mit Stand vom 31. Dezember 2015 und vom 31. Dezember 2014 recherchiert zu haben.

Die Einführung der Biotonne verändert das Müllaufkommen

Im Jahr 2015 seien in Potsdam 175 Kilogramm Hausmüll je Einwohner angefallen, nennt Brunzlow die Zahlen der Stadt. Die Müllmenge war also geringer als in der Studie angegeben. Im Jahr 2016, das bei der Untersuchung gar nicht mehr berücksichtigt wurde, seien es nur noch 149 Kilo Hausmüll und 26 Kilo Sperrmüll pro Einwohner gewesen. Die flächendeckende Einführung der Biotonne werde weiter zu Veränderungen im Restabfallaufkommen führen. „Von Müllhochburgen, wie polemisch und unseriös formuliert, kann also keine Rede sein“, sagt Brunzlow.

Den Studienmacher sei durchaus bewusst, dass die Müllmengen der Städte unter anderem durch die unterschiedlichen Abfallsatzungen und Abfalllogistik beeinflusst werden, heißt es bei billiger.de. Allgemein sei auch zu beachten, dass in Tourimusregionen ein Teil der Müllmenge von Tagesgästen und Urlauber stamme.

Von Marion Kaufmann

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