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Potsdam Potsdam will Tram-Züge verlängern
Lokales Potsdam Potsdam will Tram-Züge verlängern
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00:32 21.01.2015
Eine Normal-Combino mit fünf Gliedern am Potsdamer Hauptbahnhof. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

"Die größten Wachstumsschmerzen haben wir im Straßenbahnbereich", sagt der technische Geschäftführer Oliver Glaser: "Wir brauchen schnell längere Fahrzeuge." Die Frage sei nur: "Wie?" Glaser weiß wie und erläutert der MAZ die Lage: Die Lebenszeit der alten, nicht niederflurigen Tatra-Bahnen aus tschechischer Produktion werde durch die 4,2 Millionen Euro teure Generalüberholung, vor allem die Rostsanierung, um sechs bis acht Jahre verlängert. Das Einhängen so genannter Sänften zwischen die beiden Wagen sei aber nicht realistisch, sagt er. Die Tatra ist für solche Ankoppelungen nicht ausgelegt und kann die zusätzliche Last auch gar nicht ziehen. Zudem müssten solche "Sänften" in Manufakturarbeit einzeln hergestellt werden.

40 Meter lang wird die siebenteilige Combino und nicht mehr an allen Bahnsteigen halten können. Quelle: ViP

Mehr Niederflur-Vario-Bahnen von Stadler zu beschaffen, der neuesten Tram-Generation, bringe keine schnelle Hilfe, so Glaser, weil man dazu eine neue Ausschrebung braucht und das Verfahren fünf lange Jahre dauert: "Uns läuft aber die Zeit davon."

Platz für 200 statt 160 Menschen

Einzig die gleichfalls niederflurigen Combino-Trams von Siemens kommen für die Verlängerung in Frage, sehr gut sogar, wie Glaser im schweizerischen Bern erleben konnte. Dort wurden fünfgliederige Combinos erfolgreich auf sieben Glieder erweitert. Die Bahn hat dann acht statt sechs Türen. Das will man auch in Potsdam tun. "Wir hängen ein Drei- und ein Sieben-Meter-Segment ein", sagt Glaser. Das Plus von zehn Metern führt dazu, dass 200 statt 160 Menschen in der Bahn Platz finden. Mehrfaches Ein- und Aussteigen auf der Gesamtstrecke einberechnet, bringt das eine deutliche Kapazitätserweiterung. Siemens hat diese Mittelstücke im Angebot, und mit dem Konzern wird bereits über die Bestellungen verhandelt. Neue Ausschreibungen und neue Fahrzeugzulassungen braucht man nicht, denn es bleibt die existierende Bahn. Allerdings muss man die Werkstatthallen im Betriebshof an der Fritz-Zubeil-Straße um zehn Meter nach vorn verlängern und die Wendekreise vergrößern. "Das ist für die Neukäufe in den 20er Jahren aber sowieso nötig", rechtfertigt Glaser den Aufwand.

Traumkulisse in Bern: Hier verkehren Combinos schon mit sieben Gliedern. Potsdam will das auch. Quelle: ViP

In 10 Jahren will die ViP neue Fahrzeuge kaufen

Die alten Tatras müssen nach ihrer Sanierung neue Hauptuntersuchungen absolvieren: Das Verfahren kostet eine halbe Million Euro pro Bahn und ein Vierteljahr Zeit. "Die Bahn wird komplett auseinandergenommen und komplett wieder zusammengeschraubt", beschreibt Glaser den Aufwand.

Die nach Vario neu anzuschaffenden Bahnen sollen 2,40 Meter breit sein, zehn Zentimeter mehr als die heutigen. Das erscheint wenig, schafft aber Glaser zufolge deutlich mehr Platz im Inneren des Zuges, ein weiteres Plus an Fahrgästen. 77 Prozent des Streckennetzes sind bereits für den Begegnunsverkehr dieser breiteren Bahnen ausgelegt; Streckensanierungen wie jetzt in der Heinrich-Mann-Allee holen das nach. Stadtweit verkraften nur noch drei Abschnitte die Breitbahnen nicht: die Heinrich-Mann-Allee, das Nauener Tor und ein 150-Meter-Stück der Friedrich-Ebert-Straße.

Von Rainer Schüler

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