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Potsdam zahlt 1 Million Euro für Babelsberg 03

Hilfe für SVB 03 Potsdam zahlt 1 Million Euro für Babelsberg 03

Der städtische Unternehmensverbund Pro Potsdam soll von der Stadt das Karl-Liebknecht-Stadion übernehmen. Nach MAZ-Informationen wird die Gesellschaft Schulden des Fußball-Viertligisten SV Babelsberg 03 ablösen. Nach einer Zahlung von einer Million Euro wäre der Verein schuldenfrei.

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Der SV Babelsberg 03 ist hoch verschuldet. Nun soll die Stadt helfen

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Der städtische Unternehmensverbund Pro Potsdam soll von der Stadt das Karl-Liebknecht-Stadion übernehmen. Das wurde am Mittwoch im nicht öffentlichen Teil des Hauptausschusses bekannt. Das Stadion befindet sich in Erbpacht des Fußball-Viertligisten SV Babelsberg 03. Zugleich wird die Pro Potsdam Schulden, die der SVB seit 2003 bei der Deutschen Kreditbank (DKB) hat, ablösen.

Nach MAZ-Informationen erhält die DKB von der Gesellschaft eine Million Euro. Im Gegenzug verzichtet die Bank auf die restlichen 800.000 Euro Schulden, so dass der Verein schuldenfrei wäre.

Bereits im Sommer 2016 sprach der SVB-Vorsitzende Archibald Horlitz von einem „produktiven Treffen und andauernden Gesprächen“ mit DKB, ohne damals konkrete Ergebnisse vorzuweisen.

„Acht Tage im Mai”

Die Filmstädter haben schwere Zeiten hinter sich. Immer wieder hat es finanziell brenzlige Situationen gegeben.

Im Frühjahr 2011 dann vielleicht der Höhepunkt: Die finanzielle Situation von Nulldrei war mehr als schwierig, die Lizenz für die dritte Liga in Gefahr. Der Verein stand vor einer ungewissen Zukunft. Doch dann geschah etwas, das in dieser Art und Weise vorher wohl niemand vorhergesagt hätte. Die Anhänger des SV Babelsberg 03 schafften es, dass die ganze Stadt hinter dem Verein stand. Die Leidenschaft die an den Tag gelegt wurde, beeindruckte damals nicht nur die Potsdamer Stadtpolitiker und „zwang“ sie zum Helfen. Auch Fußball-Anhänger in ganz Deutschland waren begeistert. Fans nahezu aller Ligakontrahenten drückten den Filmstädtern die Daumen bei ihrem Bemühen, die riesige Lücke im Finanzetat zu decken.

Die Fans spendeten Geld — bis Donnerstag über 80 000 Euro —, gingen persönliche Bürgschaften ein, sammelten Pfandflaschen und sangen in der Einkaufsmeile der Stadt. Zugleich wuchs das Wir-Gefühl, einstmals verfeindete Fangruppen zogen an einem Strang. Ein Kinobesitzer stellte sich an die Spitze, und viele, viele folgten. Schließlich konnten eine Bank (DKB) als Bürge gefunden und die Lizenz gerettet werden.

Von MAZ

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