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Potsdam Schimmelige Sozialbauten in Potsdam
Lokales Potsdam Schimmelige Sozialbauten in Potsdam
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21:00 11.03.2014
Leben auf einer Dauerbaustelle: Im Sommer sollen provisorische Regenableitungen passee und die Höfe wieder nutzbar sein. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Eine genaue Zahl nennen die Verantwortlichen beim kommunalen Unternehmensverbund nicht, man rechnet mit rund fünf Millionen Euro. Ende März sollen weitere 36 sanierte Wohnungen in den Schmetterlingshäusern - aus der Vogelperspektive sehen sie wie Falter aus - im Humboldtring 98 bis 102 bezugsfertig sein: wärmegedämmt, beim Brandschutz auf aktuellem Stand, mit generalüberholten Fenstern. Das sagte Pro Potsdam-Sprecher Sebastian Scholze.

Das Problem der idyllischen Anlage mit Seerosenteich: Dächer, Terrassen, Fenster und Fassaden sind undicht. Schimmel in den Zimmern ist die Folge. Seit 2011, sieben Jahre nach Übergabe der letzten Wohnungen, wird daran gearbeitet, die Ursachen der Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen. Knackpunkt ist die Regenentwässerung über Wasserspeier. Dieses offene System wandeln Spezialisten nun in ein geschlossenes um. Die von Architekt Hinrich Baller konzipierte individuelle Bauweise erfordert bei der Sanierung für jedes Haus eine maßgeschneiderte Lösung. Das bedeutet Planungsaufwand und eine Herausforderung für Handwerker.

BAUSTELLE SEIT 2011

  • 90 statt der geplanten 70 Millionen D-Mark kostete die 2004 vollendete „Nutheschlange“ mit mehr als 200 Domizilen in Schmetterlings-, Angler- und Terrassenhäusern.
  • Die Abdichtung von Dächern und Fassaden war von Anfang an ein Problem. Aber auch absturzgefährdete Balkone, Risse im Fußboden, fehlerhaft verlegte Haustechnikleitungen, verfaulte Fensterholme und Fälle von Korrosion mussten ins Schadenskataster aufgenommen werden. Seit 2011 wird generalsaniert.
  • In einen Teil der jetzt sanierten 36 Wohnungen, die gut nachgefragt sind, ziehen Mieter ein, deren Bleibe demnächst zur Baustelle wird. So spart die Gewoba als Vermieterin Umzugskosten.

Wie beim Umbau des als Filmmuseum fungierenden Marstalls, der vor allem brandschutztechnisch aufgerüstet werden musste, hatte es auch bei der "Nutheschlange" einen Urheberrechtsstreit mit dem Architekten gegeben. Tempi passati. "In 40 Wohnungen stehen die Maßnahmen zur kontrollierten Entlüftung vor dem Abschluss und die Sanierung von Terrassen geht voran, die werden isoliert und erhalten einen Holzbelag", so Scholze. In Bau befinden sich ferner alle neun Innenhöfe. Damit es ins darunterliegende Parkdeck nicht mehr reinregnet, muss auch hier abgedichtet werden. Inklusive Regenentwässerung mit Natursteinrinnen und der gärtnerischen Neuanlage mit Sandkasten sollen die Höfe im Sommer wieder nutzbar sein. Doch das ist nicht alles. In etlichen Domizilen muss die Haustechnik ersetzt werden bis zu komplett neuen Bädern inklusive Fliesen und Armaturen. Rund eine Million wird 2014 investiert.

Von Carola Hein

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