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Countdown fürs Modespektakel

Nächste Woche steigt die Fashion Week in Potsdam Countdown fürs Modespektakel

In der kommenden Woche startet zum zweiten Mal der Potsdamer Ableger der Berliner Fashion Week durch. Die Landeshauptstadt knüpft an das dreitägige Modespektakel „Potsdam Now“ große Hoffungen. Doch es regt sich auch Kritik.

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Grazile Models, aparte Kreationen – das ließen sich beim Debüt der Modemesse „Potsdam Now“ im Januar rund 2500 Gäste gefallen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die zweite Auflage der „Potsdam Now“ steht kurz bevor. An drei Tagen gastiert die im Rahmen der Berlin Fashion Week stattfindende Modemesse erneut in der Potsdamer Schiffbauergasse. Die Vorfreude bei Modeenthusiasten ist groß. Stadt und Veranstalter erhoffen sich, für Potsdam das Image eines Ortes der gehobenen Lebensart zu etablieren. Aber es gibt auch Kritik.

Vom 6. bis zum 8. Juli kommen, wie bereits im Januar, zahlreiche Modemacher aus aller Welt in die Landeshauptstadt, um ihre neuen Kollektionen zu präsentieren. Im Gegensatz zur Fashion Week in Berlin, setzt „Potsdam Now“-Veranstalter Karl-Rainer von der Ahé auf internationale Designer und auf hochwertige Mode, bis hin zu Haute Couture. „Berlin ist nicht mehr so international aufgestellt“, weiß von der Ahé, „dort präsentiert sich eher regionale Mode“. Und diese sei auch „nicht so sehr Couture“. In der Hauptstadt zeige man eher Streetwear und Kleidung „von der Stange“, so von der Ahé weiter, also Konfektionsware für jedermann, die „fertig zum Tragen“ sei: Prêt-à-porter.

Alle Modenschauen

An drei Tagen zeigen insgesamt zwölf Designer ihre Kollektionen.

Montag, 6. Juli

18 Uhr Wurlawy (Lübbenau/ Lubnjow)

19.30 Uhr Hugo Costa (Porto)

21 Uhr Daniel Barros (Porto)

22.30 Uhr Susana Bettencourt

(London,Porto)

Dienstag, 7. Juli

18 Uhr Rocco Barocco, Escada Sport

pres. by St. Germaine (Potsdam)

19.30 Uhr Carolina Simm & Maliné

(Potsdam)

21 Uhr Stefan Reinberg (Berlin)

22.30 Uhr Ile von Rott (Berlin) à Moulin Rouge

Mittwoch, 8. Juli

18 Uhr Co/Te (Milano)

19.30 Uhr Stefanel pres. by Franziska Hucke (Potsdam)

21 Uhr Marco Marcu (Potsdam)

22.30 Uhr Lars Wallin (Stockholm)

Tickets gibt es in der MAZ-Ticketeria im Sterncenter, in der City und in der Friedrich-Engels-Straße. mck

„Wir wollen Potsdam zu einem internationalen Standort machen, der für hochwertige Ware steht“, fasst von der Ahé, Geschäftsführer der Catwalk Impact GmbH mit Sitz in der Innenstadt, das Konzept zusammen – ein Plan der auch von der Landeshauptstadt Potsdam unterstützt wird. Über eine „tolle Medienpräsenz“ während der ersten Schauen im Januar freut sich etwa Stefan Frerichs, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung. „Die Potsdam Now passt hervorragend an den Standort“, meint er. Für die Außendarstellung der Stadt seien die Schauen ein Glücksfall. Er habe im Anschluss an die Premiere „nur Zufriedene“ erlebt. Ein Problem: noch trägt sich die Veranstaltung nicht selbst. Die Landeshauptstadt unterstützt nicht nur ideell, sondern mit einem gehörigen Zuschuss aus dem Stadtsäckel. 30000 Euro sind es dieses Mal. Das gefällt allerdings nicht jedem.

Potsdams Linken-Kreischef Sascha Krämer etwa fordert, die Mittel eher dem Verein Kultür zu geben, der sozial Schwachen mittels Freikarten ermöglicht, an Kulturveranstaltungen teilzunehmen. „Das kommt mehr Menschen zu gute als so ein Oberklassending für eine Handvoll von Leuten“, sagte Krämer der MAZ und warf dem Rathaus „eine eigenartige Prioritätensetzung“ vor. Das kann Frerichs so nicht stehen lassen. Die langfristigen Nutzen für Potsdam würden von der Stadtverwaltung als sehr positiv eingeschätzt – auf mehreren Gebieten. Deswegen haben für die diesjährige Fördersumme auch drei Ressorts (Kultur, Marketing und Wirtschaftsförderung) zusammengelegt. Weil in Potsdam „die ganz großen“ Unternehmen fehlen, sei es zudem schwierig, private Sponsoren zu finden, so Frerichs, „aber unser Wunsch ist, dass sich die Potsdam Now künftig selbst trägt.“ Dieses Ziel verfolgt auch Karl-Rainer von der Ahé. Er hofft, dass nach Abschluss des Geschäftsjahres „die schwarze Null steht“.

Im Januar hatten rund 2500 Gäste die Schauen besucht, bis zu 4000 könnten künftig kommen, schätzt von der Ahé. Die Ticketpreise sind unverändert: 48 Euro pro Abend, ermäßigt 18 Euro. Neu dieses Mal: Schauen können auch einzeln besucht werden für 12 Euro pro Schau. Zwölf Designer zeigen ihre Kollektionen, darunter fünf aus der Region. Eröffnet wird die Potsdam Now von einem Label aus Lübbenau – mit einer sorbischen Show. Internationales Partnerland ist Portugal. Zusätzlich zu den Catwalk-Shows wird nun auch eine kleine Messe stattfinden. Der Showroom im Kunstraum kann tagsüber von Einkäufern besucht werden. Besonders stolz ist von der Ahé darauf, dass der schwedische Stardesigner Lars Wallin kommt, der unter anderem Kronprinzessin Victoria einkleidet. „Das passt wunderbar in die Stadt der Schlösser und Gärten“, findet er.

Von Marcel Kirf

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