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„Lieber laut als leise“

Stadtruhe-Sängerin im Interview „Lieber laut als leise“

Wer in diesem Jahr auf den Festivals in der Region unterwegs war, ist an ihnen nicht vorbei gekommen: Stadtruhe. Doch jetzt ist Schluss. Die Potsdamer Band um Sängerin Laura Walter spielt am Samstag das letzte Konzert – für dieses Jahr. Die fünf Musiker brauchen jetzt Zeit für sich und einen sehr, sehr großen Traum.

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Die Potsdamer Band Stadtruhe mit ihrer Sängerin Laura Walter (2.v.l.) spielt am Samstag ihr Jahresabschlusskonzert im Club Charlotte.

Quelle: Maria Vaorin

Innentstadt. Der ein oder andere Potsdamer hat Laura Walter und ihre Band „Stadtruhe“ in diesem Jahr vielleicht schon auf der Bühne gesehen, denn die Kombo hat viel gespielt. Am Samstag gibt es dann das letzte Konzert für dieses Jahr. Was danach kommt und mit welchen Gefühlen die Band auf das Jahr zurückblickt, das hat die Sängerin der MAZ vorab erzählt.

MAZ: So ein Jahresabschlusskonzert ist ja ein guter Moment das Jahr mal Revue passieren zu lassen: Was waren eure Highlights?

Laura Walter: Es gab so viele Highlights. An vorderster Stelle steht auf jeden Fall die Veröffentlichung unserer ersten eigenen EP „Kein Morgen mehr“ im März. Die Platte ist eine Eigenproduktion - wir haben wirklich viel Schweiß und harte Arbeit hineingesteckt. Super waren natürlich auch unsere Auftritte bei „Rock in Caputh“ oder beim „Rockende Eiche“- Festival in Biesenthal. Da wurde unsere Bühne beim letzten Song mal eben von zwei abrockenden Metal-Heads eingenommen, weil sie unsere Musik so gefeiert haben. Es ist einfach genial wie Musik verbinden kann!

Hat sich in diesem Jahr etwas für euch als Band verändert?

Laura: Veränderung ist ein stetiger Prozess in jeder Band – was auch gut so ist. Es wäre ja sonst alles ziemlich langweilig. Wir waren ja noch nie so richtig einer bestimmten Musikrichtung zugeordnet und das wollen wir beibehalten. Wir wollen abwechslungsreich, aber trotzdem eingängig bleiben. So ein Vorhaben schweißt zusammen. Bei fünf unterschiedlichen Musikgeschmäckern gibt es natürlich auch mal Zoff – aber jeder weiß ja, dass es nach dem Streit immer umso schöner ist, dass man sich hat.

Ihr habt mal gesagt ihr wollt euch mit „Stadtruhe“ von anderen lokalen Bands abheben - was unterscheidet euch denn von anderen?

Laura: Unsere Musik wird aus vielen Musikgeschmäckern zusammengewürfelt – heraus kommt eingängiger Rock mit Popeinschlag. Wir werden aber auch manchmal Punkrockband genannt. Das gibt es sonst nicht in Potsdam und schon gar nicht mit weiblicher Sängerin. Sowieso sind wir ja mit zwei Mädels in der Band schon anders als die anderen. Und ich glaube man merkt uns an das wir Spaß auf der Bühne haben und keine Setlist runterspulen. Wir sind quasi mit der Musik befreundet und verbringen auf der Bühne eben jedes Mal einen geilen Abend mit dem besten Kumpel. Ich glaube so könnte man das beschreiben!

Wie kam es zu eurem Bandnamen? Besonders ruhig ist eure Musik ja nicht gerade ...

Laura: Da wir alle aus Potsdam kamen und wir unbedingt einen Bezug zur Stadt haben wollten, war klar, dass das Wort Stadt unbedingt mit in den Bandnamen musste. Da fängt man dann an zu grübeln und zu überlegen. Gefallen hat uns eigentlich der Gegensatz: Statt Ruhe – Stadtruhe! Halt lieber laut als leise. Da Potsdam ja eher ein schönes, ruhiges Fleckchen ist, haben wir eben diesen Kontrast im Namen.

Die Band

Stadtruhe wurde 2012 gegründet, in der aktuellen Besetzung sind die Musiker seit 2014 zusammen.

Die erste eigene CD mit 5 Songs erschien im März. Das erste Album soll nächstes Jahr erscheinen.

Alle fünf Bandmitglieder von Stadtruhe kommen aus Potsdam.

Die Musik von Stadtruhe kann man zwischen Pop und Rock einordnen. Die Texte sind deutschsprachig.

Stadtruhe haben dieses Jahr einige Konzerte in der Gegend gespielt – unter anderem bei „Rock in Caputh“, im Potsdamer „Nil Club“ oder auf dem Alten Markt vor dem Landtagsschloss.

Das Jahresabschlusskonzert am Samstag, 24. Oktober, im Club Charlotte in der Charlottenstraße 31 beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Neben Stadtruhe spielen auch die Potsdamer Bands „Glasscage“ und „Demeta“. stee

Was sind eure Pläne fürs nächste Jahr?

Laura: Das ist genau die richtige Frage! Wir verabschieden uns ja am Samstag für dieses Jahr und ziehen uns dann über den Winter etwas zurück. Wir haben nämlich einen Plan: Unser erstes eigenes Album soll entstehen! Wir arbeiten wirklich viel daran und sind gerade in der Songschreibephase. Das wird dann eben ab November alles verstärkt, so, dass wir hoffentlich bereits im nächsten Jahr frischen Wind in Form von neuen Songs und dem ersten eigenen Album ins Hause Stadtruhe bringen können!

Wie ist es denn in eurer Heimat Potsdam zu spielen? Also klar passiert das öfter mal, aber ist das trotzdem irgendwie besonders?

Laura: Das ist das schönste, tollste, beste Gefühl das man sich vorstellen kann! Wenn wir hier spielen – sind immer alle da! All diejenigen die uns quasi von Anfang an begleiten und unterstützen. Hier kennt man sogar schon einige unsere Lieder und die Leute singen mit. Das ist so ein unglaubliches Gänsehautgefühl. Hier fühlen wir uns wohl und immer willkommen! Also ist jeder Auftritt hier etwas Besonderes!

Von Friederike Steemann

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