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Heimkehr des Barfritz’n

Potsdamer bei der World Class Competition 2015 Heimkehr des Barfritz’n

Er kam, sah und mixte. Zum Titel hat es für Alex Albrecht von den Potsdamer „Barfritz’n“ bei der „World Class“-Competition in Köln dennoch nicht gereicht. Er kehrt trotzdem gut gelaunt hinter seinen Heimattresen zurück. Zu launig sind die Erinnerungen an das Stelldichein der besten Bartender Deutschlands. Ein Bartender feiert selten allein.

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Wieder daheim: Alex Albrecht von den Potsdamer Barfritz’n hat an einem der renommiertesten Wettbewerbe für Barkeeper teilgenommen.

Quelle: Florian Devriel

Potsdam/Köln. Der verlorene Fritz ist heimgekehrt. Alex Albrecht (29) hat Köln und die „Word Class Competition“ hinter sich gelassen und seinen angestammten Posten hinterm Tresen der Potsdamer „Barfritz’n“ bezogen. Gewonnen hat er den weltweit renommierten Bartender-Wettbewerb zwar nicht. Dennoch überwiege der Stolz, sich „auf Top Level“ bewiesen zu haben deutlich.

Zur „World Class“ – ausgerichtet von Diageo, dem weltgrößten Spirituosenkonzern – waren insgesamt 17 Bartender aus Deutschland und Österreich angetreten, um auszumixen, wer von ihnen der Beste ist und zum Weltfinale nach Kapstadt fliegen darf. Drei Challenges waren zu überstehen. Beim Express-Mixen musste jeder Barkeeper sechs zuvor nicht abgesprochene Drinks in nur acht Minuten anrichten. Beim Glamour Punch ging’s darum, unter den Argusaugen der Jury einen Punch (oder auf Brandenburgisch: eine Bowle) mit Geschichte zu kredenzen. Bei der Hospitality-Challenge waren die Gastgeberqualitäten der Barkeeper gefragt.

Alex Albrecht hatte mit der Sechs-in-Acht-Prüfung fulminant begonnen, überzog aber das Zeitlimit für den Punch. Ein Trost: Der Jury, darunter das gefeierte Enfant terrible der Barszene, Alex Kratena, schmeckte der vom Potsdamer Barfritz’n ersonnene „Lady Grey Punch“ so gut, dass die Gläser ratzfatz leergesüffelt waren. Zum Abschluss dann die Hospitality-Challenge: „Natürlich ärger ich mich, dass ich zu unaufmerksam war und viele Punktabzüge bekommen habe“, sagt Alex Albrecht. „Aber solche Erfahrungen bringen einen ein großes Stück voran.“

Er habe an den zwei Wettbewerbs- und Workshop-Tagen unglaublich viele Kniffe gelernt. „Besonders in den Bereichen Vorbereitung, Set-Up und Effizienz – absolut unbezahlbar!“ Und: „Die Erfahrung mit Alex Kratena war großartig. Ein sehr charismatischer Typ.“ Von wegen „Schnaps ist Schnaps und Arbeit ist Arbeit“: Alex und Alex haben sogar noch – Cheers! – einen Absacker miteinander getrunken: Fernet Branca, wie man aus gut unterrichteten Kreisen hört.... Zu mehr spannenden Anekdötchen vom Rande des hochprozentigen – pardon – hochkarätigen Wettbewerbs lässt sich Alex Albrecht aber nicht hinreißen. „Dazu möchte ich nicht viel sagen“, orakelt er. „Jeder, der ein wenig Fantasie hat, kann sich vorstellen, dass es mit einer großen Gruppe Weltklasse-Bartender alles andere als langweilig wird.“

Generell sei der Umgang der Bartender miteinander fantastisch gewesen, schwärmt Alex Albrecht. „Alle haben – unabhängig von der Einteilung in drei Teams – zusammengehalten und sich gegenseitig gepusht und unterstützt. ,World Class’ ist Familie, ganz klar. – Allein schon deshalb werd ich alles geben, um nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Das ganze Event war fantastisch organisiert und man hat uns Barleute wahrlich ,world class’ behandelt!“

Ebenfalls Weltklasse sei sein ganz persönlicher Support gewesen: Lebensgefährtin Franzi Heisler und Thomas Zilm, der einstige Mentor, dürfen sich nun als „die besten Barbacks der Welt“ fühlen. Ein dicker Dank gelte auch „Papa Brani“: Branimir Hrkac, Chef der „Bristol Bar“ in Frankfurt am Main, war Alex Albrechts Teamleader, habe ihm „stets die richtigen Dinge mit auf den Weg gegeben“.

Alex Albrecht (l)  mit Branimir Hrkac, Inhaber der Bristol Bar in Frankfurt am Main

Alex Albrecht (l.) mit Branimir Hrkac, Inhaber der Bristol Bar in Frankfurt am Main.

Quelle: Privat

Wann’s die von Alex Albrecht eigens für die „World Class“-Competition kreierten Drinks „Import Export“ und „Lady Grey Punch“ für die Allgemeinheit zu kosten gibt? Ab Montag. Bei den Barfritz’n. Na dann: Cheers!

Von Nadine Fabian

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