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Potsdam Potsdamer Baumschützer gründen Initiative
Lokales Potsdam Potsdamer Baumschützer gründen Initiative
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22:19 19.03.2018
Die Bäume am Gelände der Wagenhausburg, für deren Erhalt sich die BI „Wäldchen 17“ einsetzt. Quelle: Privat
Hermannswerder

In Potsdam gibt es eine neue Bürgerinitiative: Ende Februar hat sich die BI „Wäldchen 17“ mit derzeit 80 Unterstützern gegründet. Sie schreibt sich auf die Fahnen, was derzeit in der Landeshauptstadt ohnehin ein großes Thema ist: der Erhalt der verbliebenen grünen Lungen. Motto der neu gegründeten Initiative: „Stoppt den Kahlschlag auf Hermannswerder und in Potsdam!“

Insbesondere geht es den Baumfreunden um das sogenannte Flurstück 17 am Tornow gleich neben dem Fähranleger an der Havel. Jener Ort, wo sich derzeit unter anderem noch das alternative Wohnprojekt „Wagenhausburg“ befindet, das aber voraussichtlich auf die benachbarten Flächen in Richtung Alter Tornow neben das Jugendhaus „Oase“ der Hoffbauer-Stiftung übersiedeln wird.

Die Initiative „Wäldchen 17“ hat angekündigt ab Freitag im Internet eine offene Petition für den Erhalt der Grünfläche mit dem Baumbestand zu starten. Hintergrund ist die Angst vor tiefgreifenden Veränderungen auf dem Grundstück. Die Initiative befürchtet, dass die Stadt Potsdam nach der geplanten Übersiedlung der Wagenhausburg den Verkauf des Flurstücks 17 planen könnte – inklusive einer dichten Wohnbebauung durch einen Privatinvestor. Für Klaus Schmidt, Architekt, Anwohner und Mitbegründer der neuen Bürgerinitiative, ist in diesem Fall klar: „Es ist höchstwahrscheinlich zu erwarten, dass der tier- und vogelreiche Wald vernichtet wird.“ Dabei biete das Unterholz des Waldes mit seinem niedrigen Buschwerk ideale Nistplätze, zum Beispiel für Nachtigallen. Glücklicherweise sei der Baumbestand während der letzten großen Stürme verschont geblieben, berichtet Schmidt.

Seine Forderung: Die Stadt soll einen Bebauungsplan für das Areal aufstellen lassen – dies würde auch den Anwohnern und anderen Interessierten ein Mitspracherecht einräumen, sagt es.

Aus dem Rathaus heißt es zum Flurstück 17: „Es ist keine neue Entwicklung, dass die Stadt das Gelände entwickeln möchte.“ Dazu habe es schon mehrfach Gespräche mit den Stadtverordneten und den Grundstücksnutzenden gegeben. Herausgekommen sei eine Lösung, die auch eine Perspektive für die Wagenhausburg eröffnet. „Die in diesem Rahmen vorgesehene Verlagerung des Standortes auf die benachbarten Flächen in Richtung Alter Tornow macht die Flächen, auf denen derzeit in der Hauptsache die Wagenburg steht, für eine Entwicklung frei“, erklärte Stadtsprecherin Christine Homann. Entsprechend der Darstellung im Flächennutzungsplan bleibe eine ausgeweitete Uferzone mit dem vorhandenen Uferweg für die Öffentlichkeit erhalten. Und: „Eine Änderung des Flächennutzungsplanes ist weder beabsichtigt noch nötig“, sagte Homann.

Unterdessen gehen die Verhandlungen der Stadt mit den Bewohnern der Wagenhausburg über den neuen Standort in der Tornowstraße offenbar in die Zielgerade. „Der Mietvertrag ist im Grunde genommen ausverhandelt und wir befinden uns in der Schlussphase – auch wenn noch kein Unterzeichnungstermin feststeht“, teilte Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) auf Anfrage mit. Die Baugenehmigung für das Umsetzen der Bauwagen liege bereits seit vergangenem Oktober vor – inklusive Brandschutzkonzept und einer geplanten Zuwegung zum neuen Grundstück.

Das Areal ist nach einem Flächentausch mit der evangelischen Hoffbauer-Stiftung nun im Eigentum der Stadt.

Von Ildiko Röd

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