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Potsdam Plattner darf den Brauhausberg kaufen
Lokales Potsdam Plattner darf den Brauhausberg kaufen
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01:17 06.04.2019
Die erste Ideenskizze der Architekten für die Neugestaltung des Hangs vom Brauhausberg. Quelle: Hasso-Plattner-Stiftung
Brauhausberg

Das frühere Terrassenrestaurant Minsk und die städtischen Grundstücke am Brauhausberg werden an die Hasso-Plattner-Stiftung verkauft. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Mittwoch ohne Gegenstimmen diesen Beschluss gefasst. Damit kann das Minsk durch die Plattner-Stiftung zu einem Museum für ostdeutsche Kunst umgebaut und äußerlich originalgetreu saniert werden. Bereits bis zum 30. April sollen die Verkaufsverhandlungen der Stiftung mit den Stadtwerken als Eigentümer abgeschlossen werden.

Schubert: „Das Minsk bleibt uns erhalten!“

„Das frühere Terrassenrestaurant Minsk bleibt uns erhalten! Mein Dank gilt allen, die sich in den vergangenen Jahren für den Erhalt eingesetzt und die jetzige Entwicklung ermöglicht haben“, schrieb Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) unmittelbar nach der Entscheidung in den sozialen Netzwerken. Der Erlös – rund 20 Millionen Euro – fließt größtenteils „sofort in die Stadtwerke“ zur Refinanzierung des Schwimmbads „blu“, erklärte Schubert zuvor den Stadtverordneten. Er sagte, dass Hasso Plattner die Stadt mit seinem Angebot „aus einem Dilemma herausgeholfen hat“, in dass sich die Stadt selbst gebracht hatte – der Verknüpfung der Grundstückserlöse mit der Finanzierung des Schwimmbads.

Kaufangebot der Stiftung galt nur bis Ende April

Die Stadtverordneten lobten die Chance zur Entwicklung des Brauhausbergs: „Wir freuen uns alle über die dynamische Entwicklung in der letzten Woche und mein ausdrücklicher Dank gilt den Grünen und der Fraktion Die Andere, die letztes Jahr bei der Stange geblieben sind, als wir versucht haben, das Minsk zu retten! Das hat sich gelohnt“, sagte etwa Linken-Chef Hans-Jürgen Scharfenberg. Trotz des Zeitdrucks - das Kaufangebot der Stiftung galt nur bis Ende April – müsse man die Gelegenheit beim Schopfe packen, so Scharfenberg.

Fraktion Die Andere: „Fader Beigeschmack“

Einen „faden Beigeschmack“ sah Simon Wohlfahrt (Die Andere). „Da kommt ein Milliardär und kann gönnerhaft eine gewünschte Entwicklung aus der Westentasche finanzieren“, so Wohlfahrt. Sein Fraktionskollege Nico Bauer bemängelte grundsätzlich den erneuten Verkauf städtischer Grundstücke und das „Ultimatum“ einer schnellen Entscheidung. Der Vertreter der Plattner-Stiftung habe bei der Projektpräsentation betont, dass alle Pläne „noch ganz frisch seien“, nun lasse sich die Stadt die Bedingungen diktieren. Beide enthielten sich anschließend.

Kulturhighlight für dessen Betrieb Potsdam nichts zahlen muss

Mike Schubert verteidigte das gemeinnützige Engagement der Hasso-Plattner-Stiftung. „Es geht hier nicht nur um öffentliche Flächen, die wiederhergestellt werden. Die Stadt Potsdam bekommt ein Kulturhighlight, für dessen Betrieb wir am Ende keinen Cent bezahlen müssen“, sagte Schubert.

Außerdem werden 120 Wohnungen errichtet

Die Stiftung plant neben der Sanierung des Minsk und seinem Umbau zum Kunstmuseum für ihre Sammlung ostdeutscher Kunst auch die Errichtung von rund 120 Wohnungen, die mit Mieten unterhalb der marktüblichen Preise angeboten werden sollen.

Die Stadt will im Zuge der Neugestaltung des Berghangs auch den Vorplatz des Minsk zwischen Schwimmbad „blu“ und Leipziger Dreieck neu gestalten. Zwei Millionen Euro der Kaufsumme sind durch den Beschluss dafür zweckgebunden. Außerdem wurde festgelegt, dass über die Entwicklung der Stiftungspläne regelmäßig im Haupt- und im Bauausschuss Bericht erstattet wird.

Von Peter Degener

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