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Potsdamer Fundtiere kommen nach Zossen

Vertrag mit Einrichtung in Teltow-Fläming lauft bis Ende 2015 Potsdamer Fundtiere kommen nach Zossen

Durch die Insolvenz des Tierheims im Pfötchenhotel Beelitz musste Potsdam nach einem neuen Quartier für die Fund- und Verwahrtiere suchen. Ab 1. Dezember werden die Potsdamer Fundtiere ins 50 Kilometer entfernte Tierheim Zossen gebracht. Aber: Das Spitzenpersonal der Einrichtung in Teltow-Fläming ist umstritten.

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Nach der Insolvenz des Tierheims im Pfötchenhotel Beelitz musste die Stadt nach einem neuen Quartier für die Fundtiere suchen.

Quelle: Dorothea Scholz-Janicke

Potsdam. Ab 1. Dezember werden die Potsdamer Fund- und Verwahrtiere ins 50 Kilometer entfernte Tierheim Zossen gebracht. Das bestätigte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Montag auf Anfrage. "Das Tierheim wird die Tiere betreuen und vermitteln."

Durch die Insolvenz des Tierheims im Pfötchenhotel Beelitz musste die Stadt nach einem neuen Quartier für die Fund- und Verwahrtiere suchen. Im Pfötchenhotel gehen zum Jahresende die Lichter aus.

Der Vertrag mit Zossen läuft bis zum 31. Dezember 2015 und ist als Übergangslösung gedacht. Parallel dazu wird die Landeshauptstadt eine Ausschreibung für eine längerfristige Unterbringung starten. Ziel sei es, nach der jetzigen Interimslösung ab Januar 2016 einen neuen Dienstleister für die Betreuung der Tiere zu finden, so Brunzlow.

Vorstandsvorsitzender engagiert sich für die AfD

Der Vertrag mit dem Zossener Tierheim, das von dem "Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V." betrieben wird, ist noch ganz frisch. Allerdings könnte die Freude darüber nur von kurzer Dauer sein. Denn die Einrichtung rund um den Vorstandsvorsitzenden Mario Aßmann ist aufgrund ihrer personellen Besetzung umstritten. Der Name Mario Aßmann ist insbesondere im sächsischen Meißen ein Begriff. Aßmann engagiert sich politisch für die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD). Auf der Internetseite des AfD-Kreisverbands Meißen ist er als Beisitzer aufgeführt.

Das Pfötchenhotel bestand seit 2004 im Beelitzer Ortsteil Schönefeld

Quelle: Dorothea Scholz-Janicke

Zudem betätigte sich Aßmann im "Tierheim Meißen-Winkwitz". Dieses ist dem nicht-gemeinnützigen Verein "Aktion Tier – Menschen für Tiere" angeschlossen. Auch das Tierheim Zossen mit dem Trägerverein "Tierfreunde Schützende Hand" arbeitet mit dem Verein zusammen: "Durch das neue Gemeinschaftsprojekt 'Aktion Tier Zossen'bieten sich durch das hohe Engagement beider Vereine zahlreiche Entwicklungschancen für das Tierheim", heißt es auf der Internetseite des Tierheims.

Stimmungsmache im Namen des Tierheims Winkwitz

Für dessen Vorstandsvorsitzenden Aßmann sind die Grenzen zwischen Politik und Tierschutz aber anscheinend bisweilen fließend. Im Frühjahr dieses Jahres kandidierte der Tierfreund für die "Alternative für Deutschland" für den Kreistag in Meißen. Das Pikante: Um Polit-Stimmung zu machen, soll er auch den Facebook-Account des Tierheims Winkwitz benutzt haben. Dort postete er Statements wie "Manchmal muss man das Schiff versenken, um die Ratten loszuwerden" oder "Wir haben die Kraft gemeinsam unser Land zu ruinieren" – dazu die Logos von Bundesparteien wie CDU/CSU und SPD. Der tierschutzkritische Blog "Doggennetz" der Publizistin Karin Burger griff den Vorfall auf. Daraufhin sei Aßmann zu einem seperaten Account gewechselt, so Burger zur MAZ.

In der Stadtverwaltung hatte man bis Montag noch keine Kenntnis von den grenzwertigen Äußerungen von AfD-Mann Aßmann. Kurz nach dem Einzug der Partei im Potsdamer Stadtparlament im Frühjahr hatte sich Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) extrem kritisch über den Neuzugang geäußert. Die Partei sei "viel zu unklar gegenüber Rechts abgegrenzt", sagte Jakobs damals: "Man wird mit großer Aufmerksamkeit darauf zu achten haben."

Von Ildiko Röd

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