Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Potsdamer HPI warnt vor Internet-Trojanern

Cyberkriminalität Potsdamer HPI warnt vor Internet-Trojanern

Cyberkriminalität ist ein zunehmendes Problem für Firmen und Privatnutzer. Der Direktor des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Christoph Meinel, verrät in einem kostenlosen Onlinekurs, wie man sich und seinen Computer schützen kann.

Voriger Artikel
Fotos aus Kobane in Potsdam zu sehen
Nächster Artikel
Hier wird am Dienstag in Potsdam demonstriert

Christoph Meinel

Quelle: Foto: Ch. Köster

Babelsberg. Wegen akuter Gefährdungen hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Babelsberg seinen seit Februar laufenden Onlinekurs zum Thema „Sicherheit im Internet“ aktualisiert: Institutsdirektor Professor Christoph Meinel gibt in einem Zusatzvideo Tipps zum Schutz vor sogenannten Erpressungs-Trojanern. Auch die Abwehr von Angriffen über verwundbare Server, die mit einem veralteten Sicherheitsprotokoll arbeiten, ist sein Thema. Ferner gibt der Internet-Wissenschaftler Hinweise zu aktuellen Sicherheitsproblemen bei Smartphones.

E-Mail-Anhänge mit Geldforderungen

Die Hersteller von Antiviren-Software seien im Februar angesichts des „plötzlich, massiv und geschickt“ verbreiteten Erpressungs-Trojaners „Locky“ nicht in der Lage gewesen, ihre Datenbanken schnell genug anzupassen, berichtet Meinel. Mit Schadprogrammen wie Locky verschlüsseln Cyberkriminelle auf dem Rechner eines Internetnutzers dessen Daten und versprechen, sie gegen Geldzahlung wieder lesbar zu machen. Da sich die betroffenen Nutzer des Microsoft-Betriebssystems Windows nicht auf Schutz durch Antiviren-Software verlassen konnten, habe sich die Schadsoftware in den vergangenen Wochen vor allem über E-Mail-Anhänge verbreitet, so Meinel. Der Potsdamer Informatiker warnte deshalb erneut davor, Anhänge an E-Mails zu öffnen, die aus unbekannter Quelle zugestellt würden. Vor allem Mail-Anhänge mit ausführbaren Dateien seien in diesem Zusammenhang gefährlich. Erkennbar sind diese an Datei-Endungen wie .exe, .com, .bat oder .js.

Meinel gibt in seinem Lehr-Video auch Hinweise zu den Anfang März entdeckten so genannten Drown-Attacken. Sie werden über verwundbare Server ausgeführt, die direkt oder indirekt mit der veralteten Version v2 des Sicherheitsprotokolls SSL arbeiten. Laut Meinel handelt es sich um etwa jeden dritten Server im https-Netz.

Sicherheitslücken bei Smartphones

Angesichts von Sicherheitslücken bei Smartphones kritisiert Meinel, dass es keine gesetzliche Verpflichtung der Hersteller gebe, die Funktionstüchtigkeit der Geräte für eine Mindestnutzungsdauer zu garantieren. Besonders problematisch wirke sich das bei Android-Handys aus, deren Hersteller nicht das Original-Betriebssystem von Google verwenden.

Info: Anmeldung für den kostenlosen Onlinekurs auf der Bildungsplattform openHPI unter https://open.hpi.de/courses/intsec2016

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg