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Potsdam Potsdamer HPI warnt vor Internet-Trojanern
Lokales Potsdam Potsdamer HPI warnt vor Internet-Trojanern
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15:35 20.03.2016
Christoph Meinel Quelle: Foto: Ch. Köster
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Babelsberg

Wegen akuter Gefährdungen hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Babelsberg seinen seit Februar laufenden Onlinekurs zum Thema „Sicherheit im Internet“ aktualisiert: Institutsdirektor Professor Christoph Meinel gibt in einem Zusatzvideo Tipps zum Schutz vor sogenannten Erpressungs-Trojanern. Auch die Abwehr von Angriffen über verwundbare Server, die mit einem veralteten Sicherheitsprotokoll arbeiten, ist sein Thema. Ferner gibt der Internet-Wissenschaftler Hinweise zu aktuellen Sicherheitsproblemen bei Smartphones.

E-Mail-Anhänge mit Geldforderungen

Die Hersteller von Antiviren-Software seien im Februar angesichts des „plötzlich, massiv und geschickt“ verbreiteten Erpressungs-Trojaners „Locky“ nicht in der Lage gewesen, ihre Datenbanken schnell genug anzupassen, berichtet Meinel. Mit Schadprogrammen wie Locky verschlüsseln Cyberkriminelle auf dem Rechner eines Internetnutzers dessen Daten und versprechen, sie gegen Geldzahlung wieder lesbar zu machen. Da sich die betroffenen Nutzer des Microsoft-Betriebssystems Windows nicht auf Schutz durch Antiviren-Software verlassen konnten, habe sich die Schadsoftware in den vergangenen Wochen vor allem über E-Mail-Anhänge verbreitet, so Meinel. Der Potsdamer Informatiker warnte deshalb erneut davor, Anhänge an E-Mails zu öffnen, die aus unbekannter Quelle zugestellt würden. Vor allem Mail-Anhänge mit ausführbaren Dateien seien in diesem Zusammenhang gefährlich. Erkennbar sind diese an Datei-Endungen wie .exe, .com, .bat oder .js.

Meinel gibt in seinem Lehr-Video auch Hinweise zu den Anfang März entdeckten so genannten Drown-Attacken. Sie werden über verwundbare Server ausgeführt, die direkt oder indirekt mit der veralteten Version v2 des Sicherheitsprotokolls SSL arbeiten. Laut Meinel handelt es sich um etwa jeden dritten Server im https-Netz.

Sicherheitslücken bei Smartphones

Angesichts von Sicherheitslücken bei Smartphones kritisiert Meinel, dass es keine gesetzliche Verpflichtung der Hersteller gebe, die Funktionstüchtigkeit der Geräte für eine Mindestnutzungsdauer zu garantieren. Besonders problematisch wirke sich das bei Android-Handys aus, deren Hersteller nicht das Original-Betriebssystem von Google verwenden.

Info: Anmeldung für den kostenlosen Onlinekurs auf der Bildungsplattform openHPI unter https://open.hpi.de/courses/intsec2016

Von MAZonline

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