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Potsdamer Händler starten gut ins Weihnachtsgeschäft

Wirtschaft Potsdamer Händler starten gut ins Weihnachtsgeschäft

Der Handelsverband Deutschland erwartet, dass im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze um drei Prozent steigen. Die Potsdamer Händler freuen sich jedenfalls auf die verkaufsstärkste Zeit im Jahr. Die festliche Stimmung, und damit auch die Kauflaune, muss sich bei den Potsdamer Kunden aber noch einstellen.

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Am Wochenende zog es bereits viele Kunden ins weihnachtlich dekorierte Potsdamer Stern-Center.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Die Potsdamer Händler starten optimistisch in die Adventssaison, die am Montag offiziell beginnt. „Wir freuen uns auf das Weihnachtsgeschäft“, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. „Es sind mehr Menschen in Beschäftigung und das ist ein guter Indikator für den Konsum.“

Busch-Petersen gibt sich zuversichtlich – auch weil der sogenannte Black Friday bei jenen Geschäften, die dazu Aktionen gestartet haben, sehr gut gelaufen sei. Der Black Friday ist eine amerikanische Tradition, nach der die Geschäfte am Tag nach Thanksgiving mit Rabatten auf das Weihnachtsgeschäft einstimmen. „Es ist nun an der Stadt Potsdam und den Kaufleuten, so zu verzaubern, dass Weihnachtsstimmung aufkommt“, so Busch-Petersen. Das versetze die Menschen auch in Kaufstimmung: „Lichterglanz macht glänzende Augen.“

Tendenz geht zu Geldgeschenken

In der Potsdamer Innenstadt sorgt dafür der Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“, der am Montagnachmittag eröffnet wird. Auch für Manfred Gerdes, Vorsitzender der AG Innenstadt, der Vertretung vieler Händler im Zentrum Potsdams, ist es wichtig, die Menschen erstmal in weihnachtliche Stimmung zu versetzen, damit sie ihr Geld bei den Kaufleuten ausgeben. Er organisiert den Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße und auf dem Luisenplatz und will Jahr für Jahr mehr investieren. „Wir wollen unseren Blauen Lichterglanz ausbauen“, sagt er. „Und dazu wollen wir möglichst alle Händler einbinden, die das möchten.“ Auch er sieht dem Weihnachtsgeschäft optimistisch entgegen. Der Weihnachtsmarkt bringe immer mehr Menschen in die Innenstadt und so auch in die Geschäfte. „Stress gibt es immer. Aber für mich ist das positiver Stress. Meine Frau hat zwei Geschäfte. Sie ist am Ende des Tages zwar erschöpft, aber dafür hat sie guten Umsatz gemacht“, sagt Gerdes. Im Konsumverhalten der Menschen indes habe sich etwas geändert, meint er. Er erkennt einen Trend zu mehr Geldgeschenken. „Deswegen werden für uns die Tage zwischen den Jahren und die erste Januarwoche noch einmal sehr interessant.“

Verkaufsoffene Sonntage

Die Potsdamer Geschäfte öffnen am 3. Dezember (1. Advent) sowie am 17. Dezember (3. Advent) in der Zeit von 13 bis 20 Uhr auch sonntags ihre Türen. Das geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem vergangenen Herbst zurück.

Heiligabend fällt in diesem Jahr auch auf einen Sonntag. Supermärkte dürften öffnen, aber die meisten werden nach einer MAZ-Umfrage geschlossen bleiben.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) gibt ebenfalls eine positive Prognose ab. Schon in den letzten beiden Monaten sei die Nachfrage gestiegen. So hat der bundesweite stationäre Handel im Oktober und November insgesamt 19 Prozent seines Jahresumsatzes erzielt. Im Online-Handel waren es sogar knapp 25 Prozent. Insgesamt sind es besonders der Innenstadthandel, die geschenkaffinen Branchen und der Online-Handel, die guten Umsatz hatten. Insgesamt erwartet der HDE eine Umsatzseigerung im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent.

Ladenöffnung zu Heiligabend

Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Sollten die Geschäfte trotzdem öffnen?

Dem Adventsgeschäft fehlt fast eine Woche

„Im Moment ist vom Weihnachtsgeschäft noch nichts zu spüren“, sagt hingegen Jana Strohbach, Center-Managerin der Bahnhofspassagen. „Ich erwarte ein sehr gestrafftes Weihnachtsgeschäft, weil uns fast eine Woche im Advent fehlt“, sagt sie. Der Advent beginnt erst am 3. Dezember. Im vergangenen Jahr gab es für Kunden und Händler noch knapp eine Woche mehr. Sie vermutet daher, dass der Freitag und Samstag vor dem 24. sehr voll werden. „Außerdem müssen die Menschen erstmal in weihnachtliche Stimmung kommen und das passiert gefühlt immer später.“

Von Annika Jensen

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