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Potsdam Potsdamer Islamfeinde missbrauchen Sanssouci
Lokales Potsdam Potsdamer Islamfeinde missbrauchen Sanssouci
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17:21 03.02.2016
So wirbt Pogida mit dem Bild des Schlosses Sanssouci. Die Schlösserstiftung verbietet das. Quelle: Screenshot/ Facebook
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Sanssouci

Da platzt der Schlösserstiftung denn doch der Kragen: Ausgerechnet die ausländer- und islamfeindliche Pegida, die sich in Potsdam Pogida nennt, wirbt in ihren Facebookauftritten mit dem Schloss Sanssouci. Das kleinere Übel ist für Stiftungssprecher Frank Kallensee der Verstoß gegen die Bildverwertungsvorschriften der Stiftung; das größere ist die Verletzung der strikten politischen Neutralität der Mehrländeranstalt: „Wir machen auf und mit unseren Liegenschaften keinerlei Werbung für Parteien und lassen das auch nicht zu“, sagte Kallensee am Mittwoch der MAZ. Man schicke dem Potsdamer Pegida-Organisator Christian Müller ein Unterlassungsschreiben zu, in dem er aufgefordert wird, das Panoramafoto von Schloss Sanssouci von der Seite zu nehmen. Das habe man auch schon über Twitter kundgetan.

Die MAZ berichtet von der Pegida-Demo und den Gegendemonstrationen in einem Liveticker.

Zeichen für eine „Islamisierung“? Nein, ein historisches Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert, das ein Pumpwerk für die Fontänen von Sanssouci kaschieren soll. Der Post ist übrigens Satire. Quelle: Screenshot / Facebook

Sanssouci ist nicht das einzige historische Gebäude, das für die Pegida-Argumentation herhalten muss. Ein Facebook-User meint, in der Pumpwerk-Moscheee an der Havelbucht den Beginn der „Islamisierung des Abendlandes“ zu erkennen. Sie ist aber schon 173 Jahre alt; König Friedrich Wilhelm IV. hatte sie 1841-43 bauen lassen, um die Fontänen von Sanssouci zu versorgen. Die Argumentation des Facebook-Users ist anscheinend gelungen. Denn sein Post ist Satire. Schaut man sich sein Profil an, sieht man, dass er nicht der islamfeindlichen Pegida-Bewegung anhängt.

Von Rainer Schüler

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