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Potsdamer Jazz-Szene brilliert

Grund zu staunen Potsdamer Jazz-Szene brilliert

Mittlerweile gibt es in Potsdam eine Jazz-Offensive, das JAZZ LAB und die Konzertreihe JazzTime. Am Donnerstagabend traten im Kulturhaus Babelsberg die Max Punstein Group mit der Sängerin Nêga Lucas auf. Die Besucher hatten allen Grund zu staunen.

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Der Pianist Nicolas Schulze, der Kontrabassist Marcus Lewyn, die Sängerin Nêga Lucas und der Schlagzeuger Max Punstein am Donnerstagabend im Babelsberger Kulturhaus.

Quelle: Foto: Gudme Andrianov

Babelsberg. Wie ein verwunschenes, trutziges Märchenschloss mutet das Kulturhaus Babelsberg an. Kaum zu glauben, dass hier in der Nacht zum Freitag ein Jazz-Konzert vom Feinsten 50 Besucher in helle Begeisterung versetzte. Der Potsdamer Drummer Max Punstein begrüßte eine brasilianische Sängerin, die eigens für diesen Auftritt aus Barcelona angereist war. „Nêga Lucas ist uns bereits bekannt“, begrüßte Punstein die Zuhörer, „sie war bereits im letzten Dezember Gast in unserer Reihe JazzTime.“

Seit nun schon drei Jahren lädt die dreiköpfige Max Punstein Group am dritten Donnerstag im Monat schillernde Solisten aus der internationalen Jazz-Szene nach Potsdam ein. Am Piano sitzt in der Regel der feinsinnige Pianist Nicolas Schulze, während der zuweilen hitzige Roberto Badoglio vor dem E-Bass steht. Da die Jazzszene bekanntlich die Abwechslung liebt, sprang dieses Mal für den gebürtigen Italiener der putzmuntere Potsdamer Kontrabassist Marcus Lewyn ein, was dem Abend eine zusätzliche frische Note verlieh.

Die groß gewachsene Sängerin hatte ein neues Album im Gepäck, das nach ihrem Auftritt auch reichlich Absatz fand. Die Potsdamer hatten sich einige Stücke aus der Ferne angeeignet und performten nun mit der charmanten Dame den Mix aus Bossa, Latin und Jazz. Das rechte Brasilien-Feeling kam weniger durch bekannte Antônio-Carlos-Jobim-Standards auf, also kurz angespielte Melodien wie „Girl from Ipanema“ oder den „One Note Samba“, sondern durch die kraftvollen Interpretationen und Soli. Der Scatgesang von Nêga Lucas und auch ein Lied, mit dem sie den „Gott der Gesundheit“ anrief, brachten die Zuhörer den tropischen Energien näher. Sie selbst beschwor in einer Ansage die „Power of my culture“ (Kraft meiner Kultur), die sie an den stets pulsierenden Trommeln festmacht.

Das kurze Konzert lieferte den Nährboden für eine grandiose Session, die nach der Pause folgen sollte. Wechselnde Profi-Musiker, darunter auch zwei Saxophonisten, spielten sich in einen regelrechten Rausch. Das intime Format im Babelsberger Kulturhaus ist ein Geheimtipp. Unbedingt vormerken!

JazzTime : 17. November. Ein Moondog-Abend voller Experimente und Klangexplosionen. 15. Dezember. Der kubanische Saxophonist Molina, je 21 Uhr.

Von Karim Saab

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