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Potsdamer Kitas sollen mehr Geld bekommen

Stadtverordnetenversammlung am 7. Juni Potsdamer Kitas sollen mehr Geld bekommen

Die Forderung kommt aus der Elternschaft, die Politik hatte ein Einsehen. Kommende Woche wollen die Potsdamer Stadtverordneten eine millionenschwere Qualitätsverbesserung in den Kitas beschließen – zumindest bis 2019.

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In Potsdam bleiben viele Kinder acht bis zehn Stunden in der Kita.

Quelle: dpa

Potsdam. Potsdamer Eltern waren dafür vergangenen Herbst auf die Straße gegangen, nun will die Stadt eine der Forderungen umsetzen und die Kitas in der Landeshauptstadt freiwillig finanziell besser ausstatten. Noch im laufenden Jahr sollen 500 000, in den beiden Folgejahren insgesamt 1,5 Millionen Euro für bessere Betreuung eingesetzt werden.

Am 7. Juni sollen die Stadtverordneten über die entsprechende Richtlinie abstimmen. Nachdem sich die Stadtpolitiker im Finanzausschuss einig waren, ist mit breiter Zustimmung zu rechnen. „Ich gehe von einer Verbesserung der Betreuungssituation in den Kitas ab September, besonders bei der Betreuung der Kinder in den Randzeiten am Morgen und Abend aus“, erklärte SPD-Fraktionschef Pete Heuer am Montag. Mit der Richtlinie könne gezielt dort unterstützt werden, wo viele Kinder besonders lang betreut werden, ergänzt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, David Kolesnyk (SPD).

Die 500 000 Euro für die Kitas sollen aus dem Geschäftsbereich für Soziales kommen. An den Potsdamer Kitas, die allesamt an freie Träger abgegeben wurden, kann damit rechnerisch jeweils eine Achtelstelle finanziert werden. Das heißt, dass einige Erzieherinnen täglich länger in der Einrichtung beschäftigt werden können und die in Potsdam teils sehr langen Betreuungszeiten abfedern können.

Die Stadt greift damit freiwillig ins Portemonnaie, denn eigentlich ist für die Finanzierung des Kitapersonals das Land zuständig. Dieses gewährt den Trägern aber nur Zuschüsse für 7,5 Betreuungsstunden pro Kind und Tag. Möglich sind bei langen Arbeitszeiten maximal 10 Stunden – was in Potsdam von zahlreichen Eltern ausgeschöpft wird. Gezahlt werden sollen die freiwilligen Leistungen der Kommune in Form einer Pauschale pro Kind. Die Stadt will sich zudem weiter dafür einsetzen, dass das Land die Qualität in den Kitas stufenweise verbessert und diese besser ausstattet. Die Linke hatte ein externes Rechtsgutachten angeregt um klären zu lassen, wie das Land in die Pflicht genommen werden kann. CDU und SPD fordern zudem, dass sich die Stadt an dem Landesprogramm „Kiez-Kitas“ beteiligt, mit dem Tagesstätten in Problemvierteln unterstützt werden.

Von Marion Kaufmann

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