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Potsdam Kleingärtner kämpfen um ihre Schollen
Lokales Potsdam Kleingärtner kämpfen um ihre Schollen
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00:21 31.10.2018
Kleingärtner der Sparte Angergrund in Babelsberg bekräftigen mit einer Mahnwache, dass sie sich nicht von ihren Parzellen vertreiben lassen. Quelle: Friedrich Bungert
Babelsberg

Mit einer Mahnwache bekräftigten die Mitglieder des Kleingartenvereins Angergrund in Potsdam-Babelsberg am Samstag ihre Entschlossenheit, ihre Parzellen nicht freiwillig verlassen zu wollen. Die Berliner Immobiliengesellschaft Tamax hatte das etwa 2300 Quadratmeter große Grundstück der Kleingartenanlage erworben und die Hobbygärtner aufgefordert, das Gelände zu räumen. Die Tamax will auf der Fläche annähernd 500 Wohnungen errichten. Mit Spruchbändern wie „Wir lassen uns nicht vertreiben“ und „Wir sind noch hier und wir werden bleiben“ unterstrichen die Kleingärtner noch einmal öffentlich, um den Erhalt ihrer Schollen kämpfen zu wollen.

Spaziergänger und Nachbarn der Gartenanlage erklären sich mit den Schrebergärtnern solidarisch. Die Kleingartenanlage sei neben ihrem Erholungswert auch ein Schallschutz für die Anwohner der benachbarten Mietshäuser gegenüber der viel befahrenen Nutheschnellstraße, sagte eine Sympathisantin.

In Briefen an die Gartennutzer hat die Berliner Immobiliengesellschaft für den 5. November einen Gerichtsvollzieher angekündigt, der mit Hilfe des Potsdamer Ordnungsamtes und der Polizei die ersten neun der 26 betroffenen Kleingärten in das Eigentum der Tamax überführen soll. Vereinsvorsitzender Andreas Fischer hat auf der Mahnwache am Samstag noch einmal an alle Beteiligten appelliert, sich an einen gemeinsamen Tisch zu setzen und eine einvernehmliche Lösung des Konfliktes zu finden.

Mit einem Stadtentwicklungskonzept Kleingärten will die Stadtverwaltung Potsdam die bestehenden Kleingärten nicht nur erhalten, sondern auch neue Flächen für weitere Parzellen ausweisen. Für die Kleingartensparte Angergrund will die Stadt einen Bebauungsplan erarbeiten lassen, der den Erhalt der Anlage sichern soll. Potsdams Stadtparlament soll im Dezember über diesen Bebauungsplan entscheiden.

Von Heinz Helwig

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