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Potsdam Linke will Atelierförderung
Lokales Potsdam Linke will Atelierförderung
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14:14 15.03.2019
Mosaik am Sockel des aktuell als Kunsthaus genutzten alten Rechenzentrums in Potsdam. Quelle: Christel Köster
Innenstadt

Ein Atelierförderprogramm für Kreative will die Linke in der nächsten Stadtverordnetenversammlung beantragen. Die Fraktion fokussiert in ihrem der MAZ vorliegenden Antrag auf das geplante neue Kunst- und Kreativzentrum in der Innenstadt, für das nach Information der Linken „Kaltmieten ab neun Euro“ vorgesehen seien.

Das sei „gemessen an den jetzt geltenden Mietkonditionen“ im Kunsthaus Rechenzentrum für einen Teil der Kreativen wergen geringer Einkommen „nicht darstellbar“.

Deshalb solle die Stadt ein Förderprogramm auflegen, „um Verdrängung insbesondere junger Künstler, die jetzt bereits im Rechenzentrum arbeiten oder am Beginn ihres Werdegangs stehen, zu verhindern“.

Wie berichtet, soll bis 2023 voraussichtlich auf dem Grundstück der abgerissenen Feuerwache an der Werner-Seelenbinder-Straße ein neues Zentrum für die Kreativwirtschaft mit 10.000 Quadratmeter Nutzfläche errichtet werden.

Ins Gespräch gebracht wurde dieser Neubau zunächst im Zusammenhang mit der Suche nach Alternativen für die Nutzer des Kunsthauses im Rechenzentrum, das bis Ende 2023 freigezogen werden soll, um mit seinem Abriss mittelfristig Baufreiheit für das Garnisonkirchenschiff zu bekommen.

Bis Ende des Monats soll dazu eine Machbarkeitsstudie als Voraussetzung für die grundlegenden politischen Beschlüsse vorgelegt werden. Nach unbestätigten Informationen der gentrifizierungskritischen Initiative „Stadt für alle“ wird die Durchschnittsmiete für das neue Zentrum in dem Gutachten mit rund 15 Euro warm für den Quadratmeter abgegeben.

Umsatzstarke Mieter mit größeren Flächenanteilen sollen über höhere Mieten bis zu 20 Quadratmeter zur Finanzierung der umsatzschwächeren Nutzer in kleineren Räumen beitragen, denen nach Information von „Stadt für alle“ zwölf Euro Warmmiete für den Quadratmeter berechnet werden sollen.

Nach Antrag der Linken soll der Oberbürgermeister bis 2020 einen Vorschlag mit „konkreten Konditionen“ für ein Atelierförderprogramm erarbeiten, das „spätestens 2022 zur Anwendung kommen“ solle.

Von Volker Oelschläger

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