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Potsdamer Petition für bessere Kitas

Eltern starten Onlineaufruf Potsdamer Petition für bessere Kitas

Potsdam trägt das Etikett „familienfreundliche Stadt“. Auf der Suche nach einem Kita-Platz erleben Familien oft etwas anderes. Auch Personalmangel in den Einrichtungen führt zu Problemen. Eltern wollen das nicht länger hinnehmen. Sie kämpfen per Petition für bessere Kitas in Potsdam.

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Vor allem Krippenplätze sind in Potsdam knapp.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Potsdamer Eltern kämpfen für eine bessere Kitabetreuung in der Stadt. Auf der Onlineplattform Openpetition haben sie eine Petition ins Leben gerufen, die Druck auf die Stadtverwaltung aufbauen soll. Am Mittwoch, 24 Stunden nach dem Start, hatten bereits mehr als 760 Unterstützer unterzeichnet.

Auch Erzieher unterstützen den Elternaufruf

„Finden Sie sofort Lösungen für die enormen und wachsenden Betreuungsprobleme in unseren Potsdamer Kitas“, schreiben die Initiatoren an Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und die Stadtverordneten. „Von einer Stadt, die sich familienfreundlich nennt, erwarten wir Eltern nicht nur eine ausreichende Anzahl an Betreuungsplätzen, sondern auch eine hohe Betreuungsqualität!“, heißt es im Petitionstext. Der vom Land vorgegebene Betreuungsschlüssel werde in der Realität nicht eingehalten. Potsdam habe ungenutzte Finanz- und Handlungsspielräume „und kann aus eigener Kraft viel zur Entschärfung der Probleme beitragen“, schreiben die Eltern. Wie berichtet, hat Potsdam zwei Probleme: Durch den enormen Zuzug fehlen vor allem im Krippenbereich Betreuungsplätze. Zudem mangelt es auch an der Qualität der Betreuung, wie die Kita-Zoom-Studie der Bertelsmann-Stiftung aufgezeigt hat.

Nicht nur Eltern, sondern auch Erzieher unterstützten die Petition. „Auf dem Papier liest sich der Personalschlüssel gut“, schreibt eine Pädagogin. In ihrer Kita seien aber drei Erzieher krank. „Kommt ein Erzieher wieder, ist der nächste erkrankt. Man dreht sich dabei einfach im Hamsterrad.“

Petition zum Kita-Navigator zeigte Wirkung

Bereits am 16. Februar war eine weitere Petition zum Potsdamer Kita-Dilemma gestartet worden. Die Initiatoren fordern darin die Einführung eines Kita-Navigators nach Vorbild von Städten wie Düsseldorf, Paderborn oder Siegen. Eltern können sich bei dem Online-System auf die Warteliste einer Einrichtung setzen lassen. Die Träger sollen so mehr Überblick über die benötigen Plätze haben. Die Stadt hat inzwischen angekündigt, den Navigator testen zu wollen.

Das Petitionsverfahren

OpenPetiton ist eine offene, europäische Plattform für Online-Petitionen, die sich an Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft richten. Die Plattform hat nach eigenen Angaben drei Millionen Nutzer.

Wird ein Quorum an Unterschriften erreicht, holt OpenPetition von den zuständigen gewählten Vertretern eine Stellungnahme ein. Die Petition kann von den Initiatoren aber in jedem Fall übergeben werden.

Die Kita-Petition findet sich unter https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-fuer-bessere-kita-betreuung-in-potsdam

Von Marion Kaufmann

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