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Potsdamer Richter Hamm im Ruhestand

Rechtssprechung in Brandenburg Potsdamer Richter Hamm im Ruhestand

Er prägte die Rechtssprechung insbesondere bei zahlreichen spektakulären Prozessen zur Rückübertragung von enteigneten Ländereien in Brandenburg maßgeblich: Wilfried Hamm, Richter am Potsdamer Verwaltungsgericht, geht nun in den Ruhestand. Hamm war ein „Mann der ersten Stunde“ in der Brandenburger Justiz nach der Wende.

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Wilfried Hamm verlässt den Richterstuhl.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Der Vorsitzende Richter am Potsdamer Verwaltungsgericht, Wilfried Hamm, wird in wenigen Tagen nach 38-jähriger Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst und nach über 25 Jahren Tätigkeit am Verwaltungsgericht in den Ruhestand treten.

Wilfried Hamm wurde 1950 in Köln geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg und Bonn, dem ersten juristischen Staatsexamen in Köln und dem zweiten juristischen Staatsexamen in Düsseldorf begann er 1981 seine richterliche Laufbahn am Verwaltungsgericht Düsseldorf, wo er auch 1984 zum Richter auf Lebenszeit ernannt wurde. 1989 wechselte er an das Verwaltungsgericht Köln.

Hamm gehörte zu den Verwaltungsrichtern „der ersten Stunde“

Bereits vor der Wiedervereinigung wurde Wilfried Hamm im September 1990 an das damalige Kreisgericht Potsdam abgeordnet, wo er den Vorsitz einer Kammer für Verwaltungssachen übernahm. Er gehört damit zu den Verwaltungsrichtern „der ersten Stunde“, die vom Partnerland Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg gingen und hier maßgeblich den Aufbau einer unabhängigen Justiz im Land Brandenburg prägten. Dank seines großen persönlichen Engagements auch als Errichtungsbeauftragter konnten am Kreisgericht Potsdam die Kammern für Verwaltungssachen zügig ihre Arbeit aufnehmen. Zudem wirkte Hamm an verschiedenen Stellen entscheidend an der rechtsstaatlichen Umgestaltung der Justiz mit. Nach Errichtung des Verwaltungsgerichts Potsdam wurde Wilfried Hamm am 29. Juni 1993 unter gleichzeitiger Ernennung zum Vorsitzenden Richter am Verwaltungsgericht nach Potsdam versetzt.

Teltow-Seehof und das Bombodrom waren spektakuläre Fälle

Als Vorsitzender der 1. Kammer prägte er fortan die Rechtsprechung insbesondere im Recht der offenen Vermögensfragen, im Umweltrecht sowie im Bereich des Wahl- und Kommunalrechts. In die Zuständigkeit der 1. Kammer fielen dabei umfangreiche Rückübertragungsverfahren – so im Bereich Teltow-Seehof oder die Sommerfeld-siedlung in Kleinmachnow – , das erste Urteil zum Bombodrom oder die Entscheidung zum Schutz der Großtrappe an der ICE-Trasse nach Hannover.

Auch der juristische Nachwuchs war Wilfried Hamm besonders wichtig. So war er als Arbeitsgemeinschaftsleiter für Referendare und als Prüfer im ersten und zweiten Staatsexamen tätig. Neben vielen weiteren Aktivitäten außerhalb des eigentlichen Berufslebens engagiert sich Wilfried Hamm aktiv justizpolitisch, insbesondere im Rahmen der „Neuen Richtervereinigung“, deren Sprecher des Bundesvorstands und Sprecher des Landesvorstands Brandenburg er war. Dabei setzt er sich nachdrücklich für die Stärkung der Unabhängigkeit der Justiz und deren Selbstverwaltung ein.

Von MAZ online

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