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Potsdamer Schlössernacht unter neuer Regie

Vorverkauf gut angelaufen Potsdamer Schlössernacht unter neuer Regie

Der Vorverkauf für die Potsdamer Schlössernacht am 19. August läuft nach Angaben der Veranstalter „sehr viel besser als im Vorjahr“. Bisher seien für das Festival und das traditionelle Vorabendkonzert vor dem Neuen Palais insgesamt 14.000 Karten verkauft. Das Festival hat in der 19. Auflage mit der eigens gegründeten Firma Kultur im Park einen neuen Betreiber.

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Impression von der jüngsten Schlössernacht. Die fantatstisch illuminierten Schlösser und Parkanlagen sind die Attraktion des Festes.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Sanssouci. Es gibt noch Karten für die 19. Potsdamer Schlössernacht am 19. August im Park Sanssouci und für das Vorabendkonzert auf der Mopke vor dem Neuen Palais. Zwar ist das Festival der illuminierten Schlösser und Gärten schon seit längerem nicht mehr ausverkauft und schon gar nicht so blitzartig wie in den ersten Jahren, als die 32 000 verfügbaren Tickets binnen weniger Tage weg waren. Dennoch ist den neuen Veranstaltern diese Nachricht wichtig.

Die Römischen Bäder werden erstmals zur Schlössernacht geöffnet

Die Römischen Bäder werden erstmals zur Schlössernacht geöffnet.

Quelle: Bernd Gartenschläger

„Jeder kennt die Potsdamer Schlössernacht“, sagte Andreas Runze von der eigens gegründeten Kultur im Park GmbH am Donnerstag beim Pressegespräch zum Auftakt der heißen Vorbereitungsphase: „Und 50 Prozent davon denken bis heute, die ist ja schon ausverkauft. Das hält sich hartnäckig als Gerücht.“ Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Schlösserstiftung, erzählte lachend, dass bei ihm noch immer gelegentlich Anfragen eingingen, ob er noch Karten besorgen könne.

Für Dorgerloh ist das Festival „die tollste Nacht im tollsten Park des Landes“ geblieben, das allerdings etwas in die Jahre gekommen ist und mit wachsender Konkurrenz zu kämpfen hat. „Das Staunen kehrt zurück“ ist das Thema der ersten Schlössernacht unter der neuen Regie. „Wir haben nichts neu erfunden“, räumte Runze freimütig ein, „das ist auch schwierig bei einem Format, das es seit 18 Jahren gibt.“ Doch es sei mit einigen Veränderungen insgesamt „bequemer und geschmeidiger“ geworden.

Die Künstlergruppe Quidams kommt mit Pferden aus Seide

Die Künstlergruppe Quidams kommt mit Pferden aus Seide.

Quelle: Marc Van Canneyt

Wichtige Ergänzung zum Vorabendkonzert mit Daniel Hope und dem Orchester l’arte del mondo sind zwei 2,5 Meter breite und 4,5 Meter hohe LED-Wände beidseits der Bühne, die auch Gästen auf entfernteren Sitzplätzen einen ausgezeichneten Blick eröffnen. Zur Schlössernacht selbst gibt es bei 25 Kilometer beleuchteten Wegen ein ausgefeiltes System mit großen Orientierungsplänen, Wegweisern an 18 Kreuzungspunkten und Programmtafeln an den Bühnen. Im gesamten Park werden 200 zusätzliche Sitzbänke zum Verweilen aufgestellt.

Die kulinarische Versorgung des Festivals an 85 festen und mobilen Ständen liegt erstmals in der Hand der Firma Ketering, die auch für Berliner Events wie den Karneval der Kulturen, die Fete de la musique und den Christopher Street Day arbeitet. Extra zur Schlössernacht wird ein Craftbier „King Fritz“ gebraut, das an beiden Abenden ausschließlich auf der Mopke ausgeschenkt werden soll. Im Hofladen des Weinberges am Klausberg, der erstmals als Kulisse für die Schlössernacht geöffnet wird, kann der neunte Weinjahrgang aus eigenem Anbau verkostet werden.

Andreas Runze und Winfried Schwank von Kultur im Park mit Stiftungs-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh

Andreas Runze und Winfried Schwank von Kultur im Park mit Stiftungs-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh.

Quelle: Veranstalter

Im Park Sanssouci selbst sind zur Schlössernacht neben der Parkgärtnerei sechs historische Häuser für Besichtigungen und thematische Führungen geöffnet, neben der Bildergalerie, den Neuen Kammern dem Orangerieschloss, dem Neuen Palais und dem Chinesischen Haus werden erstmals in der Geschichte der Schlössernacht auch die Römischen Bäder aufgeschlossen.

Das künstlerische Programm auf drei Bühnen, im Heckentheater und an 40 weiteren Auftrittsorten im Park ist gewohnt bunt. Zu den Höhepunkten zählen die Künstlergruppe Quidams mit ihren lebensgroßen Pferden aus Seide auf den Weinbergterrassen von Sanssouci, die Gruppe Transe Express, die am Orangerieschloss als menschliches Mobile am Kran in den Abendhimmel schwebt, und die Bilder der Sanddkünstlerin Natalya Netselya an der Fassade des Neuen Palais.

Das Programm ist schon jetzt im Internet auf www.potsdamer-schloessernacht.de zu finden. Am 12. August wird das Programmheft inklusive Übersichtsplan und praktischen Hinweisen der Märkischen Allgemeinen Zeitung beigelegt, zum Festival selbst soll es an den Parkeingängen kostenlos zu haben sein. Neun Eingänge sind zur Schlössernacht insgesamt geöffnet, an fünf von ihnen gibt es Abendkasse.

Kurze Geschichte der Schlössernacht

Die totale Sonnenfinsternis bei der Pressekonferenz zur ersten Schlössernacht 1999 erwies sich als gutes Omen. Trotz stotternden Starts wurde sie aus dem Stand zu einem der namhaftesten Feste im Land. „Inzwischen ist sie unverzichtbar für uns“, sagt der Chef der Schlösserstiftung, Hartmut Dorgerloh.

Die ersten drei Schlössernächte wurden von einer Hamburger Agentur ausgerichtet, die nach der dritten Folge im Jahr 2001 Insolvenz anmeldete. Probleme gab es mit einer räumlichen Überdehnung – auch der Neue Garten wurde bespielt, und mit kaum regulierten Besucherströmen.

2002 bewahrte eine von drei Firmen gegründete Arbeitsgemeinschaft mit breiter Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft das Festival vor dem Aus. Wichtigste Neuregelungen waren die Limitierung auf 32 000 Besucher und die Einführung eines Benefizes aus den Erträgen für die Parkpflege. Der Vertrag mit der Arge wurde mehrfach verlängert.

Mit der Kultur im Park GmbH hat nun eine neue Generation die Ausrichtung des Festivals übernommen.

Erstmals soll es zudem am 18. und 19. August einen Ticket-Stand mit vielen Informationen zum Fest auf dem Luisenplatz geben. „Die Schlössernacht geht in die Stadt“, sagt Runze. Der Vorverkauf laufe „sehr viel besser als im Vorjahr.“ 14 000 Tickets seien bisher verkauft, 4000 davon für das Vorabendkonzert. Für den Vorabend gibt es noch 500 Karten. Für die Schlössernacht rechnen die Veranstalter mit 20 000 Besuchern. Die Karten für das Vorabendkonzert kosten normal 57 Euro und im Premiumbereich 67 Euro, die Karten für die Schlössernacht kosten normal 47 Euro, ermäßigt 35 Euro. Kinder bis zum 14. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Was von den Einnahmen übrig bleibt, soll laut Dorgerloh wie in den Vorjahren als Spende dem Erhalt der Anlagen zugute kommen.

Von Volker Oelschläger

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