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Potsdam Kiezbad am Stern wird erst im kommenden Jahr saniert
Lokales Potsdam Kiezbad am Stern wird erst im kommenden Jahr saniert
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14:25 13.03.2019
Ute Sello, die Geschäftsführerin der Bäderlandschaft, Jana Eitner vom Bad-Marketing und Betriebsleiter Björn Meding präsentierten am Mittwoch die Bilanzen der Bäder. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam

Das Kiezbad am Stern wird erst später für die dringend notwendige Sanierung geschlossen, als bislang angenommen. Das hat Ute Sello, die Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam, am Mittwoch bekanntgegeben. Demnach schließt das Schwimmbad erst Anfang 2020 und nicht bereits im Oktober dieses Jahres, die Sanierung soll dann nur gut ein halbes Jahr dauern. Einen genaueren Zeitplan wollte Ute Sello noch nicht nennen, dieser werde erst noch ausgearbeitet.

Es werden wieder Kacheln eingebaut

Klar ist jedoch, dass das 25-Meter-Becken der Stern-Schwimmhalle auch künftig mit Kacheln ausgelegt wird. Diese sind der Grund für die Renovierungsarbeiten. Schon seit Jahren lösen sich immer wieder Fliesen vom Boden des Beckens; dennoch werden die Kacheln einem Entwurf mit einem Edelstahlbecken vorgezogen. Eine mehrmonatige Schließung in den Jahren 2010 und 2011, um die Ursache der Schäden zu beseitigen, war ohne Erfolg geblieben.

Nun sollen die Kacheln komplett bis auf den Grundbeton abgetragen und anschließend auf eine neue isolierende Zwischenschicht aufgebracht werden. „Die Fliesen sind bisher in einer Verbundtechnik geklebt, so dass jede sich lösende Kachel andere mitzieht“, sagt Ute Sello. Künftig soll das verhindert werden, indem die Kacheln einzeln am Boden und nicht mehr aneinander befestigt werden. „So ist die Kachelung auch im Blu“, sagt Ute Sello. Bislang werden die Kosten für die Sanierung auf etwa 1,8 Millionen Euro beziffert.

Entspannung in den Hallenbädern ab April

In den beiden städtischen Hallenbädern wird sich die beengte Situation Ende des Monats entspannen. Weil die Schwimmhalle am Luftschiffhafen seit neun Monaten gesperrt ist, müssen die Leistungssportler auf die Hallen am Stern und in der Stadt ausweichen. Die Folgen: Beide Bäder haben ihre Öffnungszeiten verlängert, die Bahnen sind oft zu voll. „1.600 Besucher am Tag sind zu viel für das Sportbad im Blu“, sagt Ute Sello. „Wir alle sind froh, wenn am Luftschiffhafen ab April wieder geschwommen werden kann.“ Für Blu und Kiezbad heißt das, dass wieder zu den regulären Öffnungszeiten zurückgekehrt wird, das eher unbeliebte Kurzbahnschwimmen im Blu findet dann wieder nur parallel zum Wasserballtraining statt.

Auch dank der Sportler im Ausweichquartier sind die Besucherzahlen rasant angestiegen: 280.000 Schimmer kamen ins Sportbad im Blu, weitere 120.000 ins Familienbad. Am Stern waren rund 1220.000 Schwimmer im Wasser. Besonders die Freibäder haben im heißen Sommer des vergangenen Jahres kräftig zugelegt. Im Park Babelsberg suchten 68.000 Besucher eine Erfrischung in der Havel, 30.000 mehr als 2017. Im Waldbad Templin wurden mehr als 50.000 Gäste gezählt, eine Steigerung von 13.000 Besuchern.

Neue Sauna mit Panoramablick

Der stetige Anstrom von Schwimmern macht auch andauernde Investitionen nötig. 372.000 Euro werden in kleinere Reparaturen und Neuanschaffungen in den Bädern fließen. Im Blu wird die Liegewiese ausgebaut, im kommenden Jahr soll zudem eine neue Panoramasauna mit Blick auf die historische Stadtmitte den Betrieb aufnehmen. Außerdem sind Einbauten geplant, die Behinderten den Besuch angenehmer machen sollen.

Die Stadt Potsdam subventioniert die beiden Hallenbäder jährlich mit 3,5 Millionen Euro. Dieses Geld soll die Fehlsummen des Blu-Sportbads sowie des Kiezbads am Stern abdecken, reicht aber nicht aus. „Die Abschreibungen in den ersten Jahres eines Badneubaus sind sehr hoch“, sagt Ute Sello dazu. Vor allem die für den Gast unsichtbaren technischen Einrichtungen schlagen hier zu Buche.

Neben den kommunalen Mitteln werden auch die vergleichsweisen hohen Eintrittspreise für die Saunen als Quersubventionierung genutzt. „Das Sportschwimmen soll für jeden erschwinglich sein, deshalb ist der Eintrittspreis dort auch niedrig“, erklärt die Geschäftsführerin der Bäderlandschaft. Dafür bieten die teuren Saunen Wellness und viel Abwechslung, der Bäderbetrieb ist zahlreiche Kooperationen eingegangen, etwa mit der Biosphäre und dem Kammerorchester. So soll den Gästen ein Mehrwert geboten werden. Im Sommer sind dann beispielsweise Klassik-Konzerte im Saunagarten auf dem Dach des Blu geplant.

Von Saskia Kirf

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