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Potsdamer Stadtwerke-Affäre vor Gericht

Geschäftsführer verklagt Step Potsdamer Stadtwerke-Affäre vor Gericht

Die Potsdamer Stadtwerke-Affäre hat ein juristisches Nachspiel: Der geschasste Geschäftsführer der Stadtentsorgung, Enrico Munder, verklagt die Step wegen seiner Kündigung. Am 8. September stehen sich die beiden Streitparteien vor dem Potsdamer Arbeitsgericht gegenüber.

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Enrico Munder

Quelle: Step

Potsdam. Er wehrt sich vor Gericht: Ex-Step-Geschäftsführer Enrico Munder zieht gegen seinen bisherigen Arbeitgeber zu Felde. Munder klagt wegen der ordentlichen Kündigung, die ihm im Zuge der Stadtwerke-Affäre ausgesprochen wurde. Am 8. September wird der Fall vor dem Potsdamer Arbeitsgericht verhandelt, wie das Gericht am Mittwoch der MAZ mitteilte.

Munder war im Juli nach Auswertung abschließender Prüfberichte ordentlich gekündigt worden – unter Wahrung der Kündigungsfrist von einem Jahr. Munder und dem freigestellten EWP-Geschäftsführer Holger Neumann wird vorgeworfen, während ihrer Tätigkeit bei der Step der Prokuristin Petra V. auf eigene Faust überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen zugebilligt zu haben. Im Abschlussbericht wurde Munders Arbeit noch schlechter bewertet als in einem länger zurückliegenden Zwischenbericht. Munder (Jahrgang 1963) war seit Mai 2004 Geschäftsführer der Step. In den Prüfberichten, die von der Innenrevision in Auftrag gegeben wurden, wird ihm „fahrlässige Pflichtverletzung“ vorgeworfen. Erwartet wird, dass sich die beiden Streitparteien vor Gericht auf einen Vergleich einigen. Die Stadtwerke wollten sich am Mittwoch nicht äußern. „Wir kommentieren ein laufendes Verfahren nicht“, so Sprecher Stefan Klotz.

Der frühere Step-Geschäftsführer Holger Neumann, der zuletzt die Geschäfte bei der Energie und Wasser (EWP) führte, wurde nicht gekündigt, sondern bis zum Ende seines Vertrages im September 2017 freigestellt. Eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit den Stadtwerken soll es in seinem Fall nicht geben.

Gegen Petra V. wird noch ermittelt

Gegen Petra V. ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen Korruptionsverdachts. Dabei geht es aber nicht um die Gehaltsbezüge, sondern ihren privaten Hausbau. Die Ermittlungen gegen V. dauern an, sagte Staatsanwalt Frank Winter der MAZ.

Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Wilfried Böhme hatte im Zuge der Affäre den städtischen Konzern verlassen. Ihm war Vetternwirtschaft beim Abschluss von EWP-Verträgen vorgeworfen worden. Seine Nachfolge hat übergangsweise Pro Potsdam-Chef Horst Müller-Zinsius übernommen. Bei der Step haben nun Munders früherer Co-Geschäftsführer Burkhardt Greiff sowie als Interimsgeschäftsführer Dirk Wolfgramm, zuvor Bereichsleiter bei der Pro Potsdam, das Sagen.

Von Marion Kaufmann

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