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Potsdam Potsdamer Theaterfestival Unidram beginnt
Lokales Potsdam Potsdamer Theaterfestival Unidram beginnt
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09:03 29.10.2013
Ein greller Geburtstag steht an beim Theaterfestival in Potsdam. Quelle: Promo
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Potsdam

Die Darstellende Kunst wird gewöhnlich in Sparten offeriert. Es gibt Sprechtheater und Musiktheater, Tanz und Pantomime, Variete, Zirkus und Puppenspiel. Doch jenseits der Stadt- und Staatstheater haben sich in den letzten Jahrzehnten interessante übergreifende Formate entwickelt, die gern mit einem Begriff aus der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden: Performance.

Das Internationale Theaterfestival Unidram, dessen 20. Ausgabe am Dienstag beginnt, hat sich über Potsdam hinaus zu einer kleinen, feinen Ost-West-Drehscheibe für freie, professionelle Performance-Gruppen und Solisten etabliert. Die Veranstalter waren 1994 zunächst mit der Idee gestartet, innovative Produktionen aus dem studentischen Milieu Osteuropas zu präsentieren. Die ersten Gäste waren Künstler aus Tschechien, Litauen, Polen und Russland. Diese Einschränkung ließ das gastgebende T-Werk, das seit 2004 am Kulturstandort Schiffbauergasse residiert, ab 1998 fallen. Bei dem Eigennamen des Festivals sollte man also vielleicht das Wörtchen „universell“ assoziieren, obwohl sich Studenten nach wie vor von dem Angebot besonders angesprochen fühlen.

Die Eröffnungs-Performance heute abend mit dem Titel „Schubladen“ demonstriert, wie wenig „Unidram“ bereit ist, sich stilistisch einzuschränken. Zu Gast ist nämlich das renommierte Kollektiv She She Pop, das mit drei Frauen-Paaren auf der Bühne das deutsch-deutsche Zusammenwachsen als konkrete Beziehungsarbeit nacherzählt. Der Hype des autobiografischen Dokumentartheaters spielte bisher bei Unidram kaum eine Rolle. Das Hauptaugenmerk lag auf starkem Bildertheater.
Akhe aus St. Petersburg wird diesen prächtigen Roten Faden beherzt weiterspinnen. Das Trio hat in den vergangenen Jahren in Potsdam schon so manche superlative partyhafte Bühnenshow abgeliefert. Und so ist es nur folgerichtig, dass die drei obskuren, guruhaften Gestalten, die als Maler, Musiker und Schauspieler die verrücktesten Register ziehen, am Mittwoch, 19 Uhr, dem Festival ein grelles Geburtstags-Spektakel ausrichten. Der Eintritt ist frei! Am Freitag und Samstag, jeweils 21.30 Uhr, zeigt Akhe außerdem „Die weiße Kabine“, eine ältere Inszenierung. Dabei handelt es sich um absurdes, visuelles Theater, wie man es intensiver kaum dargeboten bekommt.

Die Produktion „Ulysses’ Living Room“ von Artus aus Budapest verspricht ebenfalls starke, bildmächtige Szenen. Zwischen 30 Sofas und Stehlampen werden in der Arena mythologisch aufgeladene moderne Tänze aufgeführt.

„Wir kämpfen Jahr für Jahr um die Ausfinanzierung des Festivals“, sagt Jens-Uwe-Sprengel, einer der Programmmacher, der vor 20 Jahren schon als Schauspieler mit dabei war. Das Festival trägt zur ersehnten Belebung des Potsdamer Kulturstandortes Schiffbauergasse bei. In der Vergangenheit sorgten stimmungsvolle Feuerkörbe im Hof für Atmosphäre. Doch deren Aufstellung hat die Feuerwehr mittlerweile untersagt.

Auch für das Festzelt gelten immer kleinlichere Auflagen. Nach 22 Uhr spielen hier schillernde Weltmusik-Gruppen zum Tanz und Konzert auf – Eintritt frei. Den Anfang macht heute die neunköpfige Band Jungle By Night aus Amsterdam.

Von Karim Saab

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