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Potsdam Potsdamer Verwaltung braucht weniger Papier
Lokales Potsdam Potsdamer Verwaltung braucht weniger Papier
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05:34 01.10.2018
Recyclingpapier spart Wasser und Energie. Quelle: Getty Images/iStockphoto
Potsdam

Der Papierverbrauch der Potsdamer Verwaltung sinkt und die Quote von Recyclingpapieren steigt zugleich auf 99,8 Prozent an. Das ergeht aus dem Papieratlas 2018. Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) hat beim diesjährigen Städtewettbewerb Bremerhaven, Essen und Rosenheim ausgezeichnet, Potsdam rangiert nachdem „Aufsteiger-Preis“ im letzten Jahr weiter an der Spitze. Damals konnte die Verwaltung die Recyclingpapier-Quote innerhalb eines Jahres von 47 auf 99 Prozent steigern.

Papieratlas ist bundesweiter Vergleich mit über 160 Städten

Der Papieratlas bildet den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten seit 2008 von mittlerweile über 160 Städten und Landkreisen ab. Die 93 Groß- und Mittelstädte erreichen mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 87,15 Prozent einen neuen Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich die Verwaltung noch einmal um 0,8 Prozent auf fast 100 Prozent.

Kein Recyclingpapier für die Langzeitarchivierung

Insgesamt rund 19 000 Blatt Papier sind weiterhin ohne Recyclingpapier genutzt worden. „Dabei handelt es sich um Urkunden und Beglaubigungen für die Bürger, sowie Dokumente, die zur Langzeitarchivierung in das Stadtarchiv gelangen“, erklärte Stadtsprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage.

Sparsam und umweltbewusst will man im Rathaus sein. Quelle: Peter Degener

9,3 Millionen A4-Blätter verbrauchte die Verwaltung im Jahr 2017

Trotz wachsender Mitarbeiter und Bürger sank der Papierverbrauch in der Stadtverwaltung von 10,8 Millionen Blatt im A4-Format im Jahr 2016 auf 9,3 Millionen im Jahr 2017. An den öffentlichen Schulen in der Stadt wurden im letzten Jahr 7,5 Millionen Blatt Papier verbraucht, in der Hausdruckerei der Stadt weitere 1,9 Millionen Blatt. Durch alle drei Bereiche zusammen wurden im Vergleich zu Frischfaser-Papieren knapp 2,8 Millionen Liter Wasser gespart – der tägliche Wasserbedarf von 24 000 Einwohner. Die eingesparte Energie könnte 169 Haushalte ein Jahr mit Strom versorgen.

Auch die Universität Potsdam ist Teil des Vergleichs

Auch die Universität Potsdam nimmt mittlerweile an einem eigenen Hochschulvergleich des IPR-Papieratlasses teil. Hier liegt die Recyclingquote in der Verwaltung nur bei knapp 27 Prozent. Zusammen mit der Hausdruckerei und den Fakultäten bei über 38 Prozent – eine Verdopplung innerhalb von zwei Jahren. Insgesamt 9 Millionen Blatt Papier wurden dort 2017 eingesetzt – eine Reduzierung um etwa 1,2 Millionen Blatt.

Das IKMZ, die Bibliothek auf dem Golmer Campus der Uni Potsdma. Quelle: Christel Köster

An der Uni wird mit Semesterbeginn ein neues Kopiersystem gestartet

„Wir setzen auf Aufklärung und Dialog zum umweltfreundlichen Verbrauch und drehen an kleineren Stellschrauben“, sagt Universitätssprecherin Petra Görlich. Beispielsweise wurden die amtlichen Bekanntmachungen der Universität in geringeren Auflagen gedruckt und Dokumente für die Gremien anstelle einer Tischvorlage nun online zur Verfügung gestellt. Neue Kopiersysteme sollen ab dem nun beginnenden Semester das Drucken auf weißem Recyclingpapier ermöglichen, was die Recyclingquote weiter erhöhen soll. Der Verbrauch an den Studentenkopierern ist nicht bekannt. Dort werden allerdings zu 100 Prozent Recyclingpapiere eingesetzt.

Von Peter Degener

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