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Potsdam Zeppelinstraße wird zum Wahlkampfthema
Lokales Potsdam Zeppelinstraße wird zum Wahlkampfthema
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13:44 26.06.2017
Die Zeppelinstraße in Potsdam am Samstag: Stadteinwärts staut sich der Verkehr. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Die umstrittene Einengung der Zeppelinstraße wird für die Potsdamer Direktkandidaten zu einem der bestimmenden Themen im Bundestagswahlkampf. Auf Parteiveranstaltungen am Freitag und am Wochenende verurteilten Manja Schüle (SPD) und Saskia Ludwig (CDU) unisono das städtische Experiment als nicht zielführend. Die Potsdamer Stadtverwaltung will mit der Einengung der viel befahrenen Straße dem Schadstoff-Ausstoß entgegenwirken, der in der Zeppelinstraße über den europäischen Normen liegt. Kritik kam bereits aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, dessen Berufspendler stark betroffen sind. Anwohner protestieren gegen erhebliche Staubildungen in der Straße.

„Die Zeppelinstraße auf eine Spur zu verengen, ohne mit dem Umland zu reden, ist ein Unding“, sagte CDU-Direktkandidaten Ludwig am Freitag auf dem Parteitag der CDU Potsdam-Mittelmark. Diese „ideologische Verkehrspolitik“ sei mit einer CDU-Vertreterin im Bundestag „nicht so einfach durchgegangen“. Ludwig wurde auf dem Parteitag mit 98 Prozent der Stimmen erneut zur Kreisvorsitzenden gewählt.

SPD-Direktkandidatin Manja Schüle lehnte in ihrer Rede auf einem SPD-Unterbezirksparteitag am Samstag in Potsdam zwar einen „kommunalpolitischen Wahlkampf“ ab, sagte aber mit Blick auf die Tagesordnung dennoch: „Mir fehlt hier eindeutig ein Antrag zur Verkehrspolitik und zwar konkret zur Zeppelinstraße.“ Es müsse darum gehen, sowohl die Anlieger der Straße vor den Schadstoffen, als auch die Radfahrer vor gefahren zu schützen. „Wer die Innenstadt vom Autoverkehr entlasten will, muss auf Bus und Bahn setzen – und nicht auf einen sechsmonatigen Modellversuch“, sagte Schüle und sprach sich damit klar gegen das Projekt der Stadtverwaltung aus. Gemeinsam mit dem Kreis Potsdam-Mittelmark müsse insbesondere die Einrichtung einer Straßenbahnlinie nach Geltow geprüft werden. Auch die Bus-Takte mit dem Umland sollten dichter werden.

Bei einem weiteren kommunalpolitischen Thema erzielten die Sozialdemokraten übrigens ebenfalls keine Einigkeit. Der Antrag, die Fassade des kürzlich eröffneten Schwimmbads „Blu“ am Brauhausberg umzugestalten, fand laut Schüle keine Mehrheit. Die graue Betonfassade war in den vergangenen Tagen von mehreren Seiten als öde und trostlos kritisiert worden. „Die Mehrheit in der SPD war aber der Meinung, dass wir erst die weitere Bebauung rund ums Bad abwarten sollten, bevor an eine Umgestaltung der Fassade gedacht werden sollte“, so Schüle.

Wie ist Ihre Meinung zur Zeppelinstraße. MAZ-Umfrage zum Thema unter www.MAZ-online.de/zeppelinstrasse

Von Jürgen Stich

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