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Potsdam Potsdamer feiern Eröffnung der Humboldtbrücke
Lokales Potsdam Potsdamer feiern Eröffnung der Humboldtbrücke
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21:38 15.05.2015
Nach langer Sanierung ist die Humboldtbrücke mit einem großen Volksfest wieder eröffnet worden. Quelle: Julian Stähle
Innenstadt

Ganz fertig ist sie noch nicht die Humboldtbrücke, drei bis vier Monate wird noch zu bauen sein, aber Brückenfest am Brückentag, das bot sich einfach an. Das Wetter tat sein Übriges, um das Fest zum nahenden Abschluss der Bauarbeiten zu einem Volksfest werden zu lassen. Die Stadtverwaltung wollte sich damit nicht zuletzt bei allen für die Geduld bedanken, die bei der Realisierung des Projekt vonnöten war. Wahrscheinlich gibt es nur wenige Potsdamer, die nie mit dem Stau auf der Humboldtbrücke konfrontiert waren. Auf die gestrige Sperrung stadteinwärts war seit Tagen hingewiesen worden, einige Autofahrer zeigten sich dennoch etwas überrascht.

Ganz fertig ist sie zwar noch nicht. Drei bis vier Monate wird noch an der Humboldtbrücke gebaut. Aber Brückenfest am Brückentag, das bot sich einfach an. Deswegen ist am Freitag schon mal die Eröffnung der Brücke gefeiert worden. Unsere MAZ-Fotografen waren dabei.

„Mit so vielen Leuten hatten wir nicht gerechnet“, sagte Potsdams Baubeigeordneter Matthias Klipp, der sein Rennrad über das Volksfest schieben musste. Zum Fahren war’s, jedenfalls im Zentrum des Geschehens, zu voll. Trotzdem ging es sehr sportlich zu auf der Brücke. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) freute sich in seiner Begrüßungsrede, dass fast alle Sportvereine der Stadt die Gelegenheit genutzt haben, sich beim Brückenfest zu präsentieren. Das Jahresmotto der Landeshauptstadt, „Potsdam bewegt“, ließ sich denn auch gut als Überschrift zum Brückenfest stellen. Auch der Potsdamer Fanfarenzug sorgte einmal mehr für gute Stimmung, ebenso wie - zum Beispiel - die Arnold Hänsch Jazzband. Die rot-beigefarbene Tatra-Straßenbahn, die auf Sonderfahrt unterwegs war, vermochte nostalgische Gefühle zu wecken. Die Gleise sind jetzt in die Seitenlage verlegt worden. Das trägt zur Entlastung des Verkehrsknotens Berliner Straße bei.

Einblicke im Brückeninneren

20 Zentimeter unter den Gleisen herrschte ebenfalls Betrieb. Im Halbstundentakt wurden Führungen ins Innere der Brücke angeboten - wozu die Teilnehmer Dutzende Meter im Kriechgang zurücklegen mussten. Die Decke ist sehr niedrig da drin. Spätestens jetzt wurde auch dem Letzten klar, dass nur so viele Leute rein durften wie es Schutzhelme gab, nicht einer mehr. Jörg Titel von der Verkehrs- und Ingenieurbau Consult GmbH beruhigte, von der Straßenbahn, die über den Köpfen dröhnte, gehe keine Gefahr aus. Im Beton seien Stahlbänder gespannt, die halten. Es hatte im Laufe der Jahre aber manches gelitten an der Brücke, zum Beispiel die Entwässerung. Auch konstruktive Dinge wurden bei der Sanierung verbessert. „Das Bauwerk ist jetzt robuster“, sagte Titel.

Zahlen zur Brücke

An der Brücke wird seit 2006 gebaut. Die Arbeiten wären schneller gegangen, wenn man die Brücke komplett gesperrt hätte. Dann wäre aber ein Verkehrskollaps zu erwarten gewesen.

55 Millionen Euro kostet die Sanierung. Das Geld wird etwa zur Hälfte von der Stadt und vom Land aufgebracht.

50 000 Kraftfahrzeuge nutzen die Brücke täglich im Schnitt. Sie ist die meistgenutzte Verkehrsverbindung aus dem Potsdamer Osten und einer von zwei Havelübergängen in der City.

Wegen des Festes wurden die Brücke am Freitag stadteinwärts voll gesperrt, was zeitweise zu erheblichen Staus führte.

Die Brücke war bis auf den Rohbeton abgetragen. „Das ist für Statiker sehr spannend“, so Titel. Sie können dann nämlich sehen, ob das statische Modell sich mit der Realität deckt. Und es zeigte sich, dass die Ingenieure damals, in den 1970er Jahren, ordentliche Arbeit abgeliefert hatten – ohne Computerhilfe. Überhaupt seien innovative Verfahren angewandt worden, lobte der Experte. Jede Brücke, erfuhren die Besucher weiter, habe ein sogenanntes Ankündigungsverhalten. Das erkennen die Bauwerksprüfer. Die kommen regelmäßig zur Überprüfung der Brücken und stellen dann fest, ob eine Sanierung fällig ist. Die Humboldtbrücke, schätzt Titel, dürfte für die nächsten 30 Jahre sicher sein. Vorausgesetzt - und das sagte der Ingenieur in Richtung Stadtverwaltung – sie werde sorgfältig gewartet.

Von Stephan Laude

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