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Potsdamer schwingen für Weltrekord die Hüften

Disco-Samba-Massen-Simultantanzen Potsdamer schwingen für Weltrekord die Hüften

In der Potsdamer Tanzschule „Balance“ haben am Samstag 39 Paare am bundesweiten Disco-Samba-Massen-Simultantanzen teilgenommen. Rund fünf Minuten mussten sie die Hüften schwingen – simultan.

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Alles Samba! Die Weltrekord-Aspiranten aus Potsdam.

Quelle: Christel Köster

Waldstadt. Monika Springer trägt ein knöchellanges samtrotes Kleid und schwarze Tanzschuhe. Die Musik setzt ein: D-I-S-C-O von Ottawan. Ein Schritt nach rechts, tipp. Schritt nach links, tipp. Mit ihrem Tanzpartner Hartmut Uhl gleitet sie im „Disco-Samba“ über die Tanzfläche. Seit zweieinhalb Jahren tanzen die beiden in der Tanzschule „Balance“ im Potsdamer Süden.

Dieser Samstag ist kein normaler Tanzabend. Die Tanzschule beteiligt sich an einem Weltrekordversuch im Massen-Simultantanzen. 2007 tanzten 10 000 Teilnehmer des gesamten Adtv-Tanzschulenverbandes Cha Cha. Das soll überboten werden. „Unser Verband veranstaltet jedes Jahr einen Tanztag“, sagt Inhaber Matthias Freydank. „Wir möchten Geld für die sammeln, denen es nicht so gut geht.“ Im vergangenen Jahr sind über 500 Euro für die Lebenshilfe zusammengekommen. „Dass jetzt die Teilnahme am Weltrekord hinzukommt, ist etwas besonders“, so Freydank. Das Massentanzen ist mit dem Hilfsprojekt „Wir helfen Kindern“ verbunden.

Für den angestrebten Weltrekord im „Disco-Samba-Massen-Simultantanzen“ müssen so viele Paare wie möglich zur selben Zeit, die gleiche Choreographie tanzen. Die Musik wird per Live­stream aus dem rheinland-pfälzischen Frankenthal eingespielt, wo Wolfram Kons moderiert. Der Tanz wird gefilmt, das Video später eingeschickt und auf Gleichzeitigkeit überprüft.

„Die Generalprobe hat gut geklappt“, bescheinigt Freydank den Potsdamer Paaren. „Disco-Samba ist auch mit der einfachste Tanz.“ Beim Rekordversuch gegen 22 Uhr müssen die Paare fünf Minuten gemeinsam tanzen – wer bei der Videoanalyse nicht im Takt ist, wird gestrichen.

Mittlerweile tummeln sich immer mehr Paare auf der Tanzfläche, drehen und schwingen zur Musik. Plötzlich ertönt eine Stimme aus dem Off. Der Rekordversuch beginnt. Matthias Freydank scheucht seine Schüler auf ihre Plätze, nimmt seine Tanzpartnerin an die Hand und gesellt sich in die quadratische Formation. 5-6-7-8, Schritt nach links, tipp, Schritt nach rechts, tipp. 39 Paare tanzen zur Musik der französischen Band Ottawan. Monika Springer und Matthias Uhl haben sich in der Mitte positioniert. „Ich weiß nicht, ob ich mir die Schritte merken kann“, sagt Uhl. „Die sind so schwierig.“ Aber das sei ja die Herausforderung, so der Potsdamer. Nach fünf Minuten ist alles vorbei.

1000 Euro sind zusammengekommen, erklärt Tanzausbilder Matthias Freydank am Ende des Abends stolz. Ob der Weltrekord geknackt wurde, kann er noch nicht sagen: Vier bis sechs Wochen dauere die Videoanalyse. Eine erste Prognose soll aber schon am Dienstag vorliegen.

Von Lisa Neumann

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