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Die Potsdamer haben gesprochen

Leitbild-Themenforen abgeschlossen Die Potsdamer haben gesprochen

Potsdam weiter denken! Dieser Aufforderung sind in den vergangenen Tagen 180 Bürger gefolgt. Nicht gerade viele, aber sehr einfallsreiche, wie die Visionen beweisen, die sie für ihre Stadt entwickelt haben. Eine autofreie Innenstadt ist nur einer der Wünsche, mit denen sich die Stadtlenker demnächst zu beschäftigen haben.

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Alt und neu im Einklang? Die Stadt hat ihre Bürger aufgefordert, über das Potsdam der Zukunft zu diskutieren.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Am Dienstag sind die Themenforen zum Leitbild mit der Veranstaltung „Die wachsende Stadt“ zu Ende gegangen. Die Landeshauptstadt Potsdam zieht nach fünf Diskussionen auf der Freundschaftsinsel eine positive Bilanz. In den vergangenen anderthalb Wochen haben die Potsdamer gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung über die Zukunft Potsdams diskutiert – zu Themen wie „Potsdam für Alle“, „Potsdam als Eine Stadt“, „Die junge Stadt“, „Wissen schafft Stadt“ und „Die wachsende Stadt“.

Die Themenforen sind das Ergebnis der Stadtdialoge, die Mitte April in ganz Potsdam stattgefunden haben. Alle Ideen, Wünsche und Anregungen, die dort Vor-Ort oder im Online-Dialog eingegangen sind, wurden ausgewertet und zu den Themen zusammengefasst.

Rund 180 Potsdamer sind dem Aufruf gefolgt und haben sich auf der Freundschaftsinsel im Diskussionszelt eingefunden. Gemeinsam mit Fachexperten der Verwaltung erarbeiteten sie an 16 Thementischen 108 Leitbildthesen. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zeigte sich zufrieden mit der Beteiligung und den Ergebnissen. „Die Themenforen haben wieder einmal gezeigt, dass sich die Potsdamerinnen und Potsdamer Gedanken um die Zukunft ihrer Stadt machen“, sagt er. „Das finde ich großartig.“

Den Start machte das Themenforum „Potsdam für Alle“, in dem über Engagement, Teilhabe und Chancen gesprochen wurde. Herausgekommen sind unter anderem diese Thesen: „Bürgerschaftliches Engagement entsteht aus Verantwortung jeder Potsdamerin und jedes Potsdamers“, „Potsdam ist eine Stadt, die barrierefrei ist“ und „Potsdam lebt ein aktives Miteinander“.

Das zweite Themenforum „Potsdam als Eine Stadt“ war Identität, Stadtteilen und Kultur gewidmet. Die Teilnehmer sprachen sich für Potsdam als eine Stadt aus, die Eigeninitiative fördert und in ihre Entwicklung einbindet. Für die Zukunft Potsdams sollen die Stadtteile durch den ÖPNV vernetzt sein. Am Thementisch Kultur wurde sehr lebhaft diskutiert und sieben Leitbildthesen erarbeitet, zum Beispiel: „Potsdam ist eine Stadt, die Kultur in den Mittelpunkt stellt und ihre Entwicklung nachhaltig fördert“.

Das dritte Forum befasste sich mit den Themen Arbeitswelt, Wissenschaft und Bildung. Außerdem wurde zusätzlich der Thementisch Familie angeboten. Es waren sich alle einig: Wissen schafft Stadt. Daher wurden insgesamt 25 Thesen formuliert: „Potsdam ist eine Stadt, die nicht nur durch Wissen, sondern auch durch Hände schafft und so soziale Teilhabe sichert“, „Potsdam ist eine Stadt die gute Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Bildungslandschaft schafft“, „Potsdam ist eine Stadt, die lebenswert für alle Generationen ist“.

Im letzten Themenforum galt es, über das Wachstum der Stadt zu sprechen. Unter dem Slogan „Die wachsende Stadt“ wurde über Wohnen, Mobilität und Freiräume gesprochen. Zusätzlich wurde der Thementisch Lebendigkeit angeboten. Formuliert wurden die Vision einer autofreien Innenstadt, die Forderung nach bezahlbarem Wohnen und Freiräume in den Freiräumen zu schaffen.

Die Teilnehmer nutzen auch das Angebot, über das Verhältnis der Bürger zur Verwaltung und zur Politik am Thementisch „Bürgerkommune“ zu reden. Der Fokus lag hier auf dem Aspekt der Beteiligung und Transparenz. Die Potsdamer wünschen sich, zukünftig mehr in die Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden und sie transparenter zu kommunizieren.

Wie geht es weiter? Nach der Auswertung der Thesen wird aus den Ergebnissen der erste Leitbildentwurf geschrieben. Dieser wird voraussichtlich Anfang September vorgestellt. „Wir möchten in einem letzten Beteiligungsschritt von den Potsdamerinnen und Potsdamern wissen, ob wir ihre Wünsche, Ideen und Anliegen richtig verstanden haben und sie sich im Leitbild wiederfinden“, sagt Projektleiter Dieter Jetschmanegg, Fachbereichsleiter Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung. Ziel ist es, das Leitbild im November von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließen. „Wir wollen mit den Leitbild Prioritäten setzen, um unsere Ressourcen effektiv zu nutzen und den Wachstum der Stadt nachhaltig zu steuern.“, so Projektleiter Christoph Andersen, Fachbereichsleiter Steuerung und Innovation.

Für alle, die sich nicht vor Ort beteiligten konnten, läuft der Online-Dialog noch bis zum Ende der Woche. Unter www.potsdam-weiterdenken.de können noch Beiträge abgegeben, bewertet und kommentiert werden.

Von MAZ-Online

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