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Mehr als 1700 Potsdamer für „Havelspange“

Brücke über den Templiner See Mehr als 1700 Potsdamer für „Havelspange“

Die Debatte um den Bau der „Havelspange“ nimmt an Schärfe zu. Die Bürgerinitiative hat bereits mehr als 1700 Unterschriften für die Umgehungsstraße am Templiner Damm gesammelt. Umweltschützer halten die Trasse für einen Frevel, die etablierten Parteien setzen auf Busse und Bahnen. Doch der staugeplagte Potsdamer verliert die Geduld und fordert Lösungen.

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Die Potsdamer haben gesprochen

Bereits im Jahr 2004 gab es heftigen und kreativen Protest gegen die Havelspange. Im Hintergrund ist die Bahnbrücke über den Templiner See zu sehen.

Quelle: MAZ

Potsdam. Die Bürgerinitiative „Pro Havelspange/Westtangente“ hat nach eigenen Angaben bereits 1720 Unterschriften für den Bau der Umgehungsstraße gesammelt. Die Trasse soll längs des Bahndamms über den Templiner See verlaufen und würde nach Ansicht der Initiative die Potsdamer Innenstadt vom Verkehr entlasten.

„Die Initiatoren streben einen positiven Beschluss der Potsdamer Stadtverordneten dazu an, dass der Bau der Havelspange in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird“, sagt Initiativen-Chef Ralf Jäkel. „Die Sicherung der Option für die Umgehungsstraße im Bundesverkehrswegeplan hat große Wichtigkeit für die Lebensbedingungen, die Wirtschaft und den Tourismus sowie den Umweltschutz und Katastrophenschutz im Raum Potsdam.“

Unterstützung erfährt die Initiative „Pro Havelspange“ inzwischen von sechs Stadtverordneten, die parteiübergreifend einen Antrag einbringen wollen, der den dritten Havelübergang sicher soll. Damit soll ein Beschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2014 ausgehebelt werden. Damals wurde der „gänzliche Verzicht“ auf die Havelspange mehrheitlich favorisiert.

So hätte die Netzverknüpfung laufen können

So hätte die Netzverknüpfung laufen können.

Quelle: MAZ

Eine Mehrheit der Stadtverordneten lehnt die Havelspange bislang ab und plädiert für eine Verbesserung des ÖPNV. So auch der SPD-Stadtverordnete Kai Weber. „Es ist erfreulich, dass sich mit der Linken und der CDU auch die beiden bislang autofreundlichsten Fraktionen für eine Stärkung des ÖPNV aussprechen. Ebenso erfreulich ist es, dass mit den Grünen diejenigen, die bislang fast ausschließlich auf eine Stärkung des Radverkehrs setzten, sich dieser Forderung anschließen“, so Weber. Allerdings müssten auch die Umlandgemeinden in ein verbessertes Konzept für Busse und Bahnen eingebunden werden. Das Potsdamer Infrastrukturpaket von 50 Millionen Euro hält Weber für zu leichtgewichtig. „Wir benötigen mehr Geld im System“, so der SPD-Politiker.

Mit scharfer Ablehnung reagieren die Linken auf die Forderung nach dem Bau der Umgehungsstraße. „Die Havelspange ist verkehrspolitischer Unsinn, finanzieller Wahnsinn und ist zukünftig nicht in Landes- und Bundesplanungen berücksichtigt“, sagt der Potsdamer Bundestagsabgeordnete Norbert Müller. „Der Verkehr von Autos und Lastern, der während der Hauptverkehrszeiten in und um Potsdam Staus verursacht, ist hauptsächlich Quell- und Zielverkehr. Der Transitverkehr macht nur 6 bis 10 Prozent aus“, sekundiert der Linken-Kreisvorsitzende Sascha Krämer. „Deshalb würde die Havelspange keine wirkliche Entlastung auf der Straße bringen, aber sehr viele Millionen Steuergeld verschlingen, die Umwelt durch weitere Flächenversiegelungen belasten und neue Lärmbelastungen und Luftverschmutzung für die Bevölkerung an anderer Stelle bringen.“

Von MAZ-online

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