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Potsdamer warnen vor Gefahren

Tödlicher Radfahrunfall in der Ebert-Straße Potsdamer warnen vor Gefahren

Nach dem tragischen Unfall einer 19-jährigen Radfahrerin in der Friedrich-Ebert-Straße am Dienstag hat die MAZ Leser aufgefordert, Gefahrenstellen in der Stadt zu benennen. Die Reaktion zeigt, dass sich Radler in Potsdam nicht sicher fühlen. Die Verwaltung wird aufgefordert, endlich Abhilfe zu schaffen.

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Hier geschah der tödliche Fahrradunfall am Dienstag.

Quelle: Christel Köster

Potsdam.
Nach dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin (19) am Dienstagnachmittag hat sich in Potsdam erneut ein Unfall mit einem Radfahrer ereignet. Der Mann wurde zum Glück nur leicht verletzt. An der Ecke Drewitzer Straße/Tiroler Damm nahm am Mittwochnachmittag gegen 16.05 Uhr ein Autofahrer (85) dem Radler die Vorfahrt und fuhr ihn um. Der Radler (35) zog sich beim Sturz leichte Verletzungen zu.

Die MAZ hat nach dem tragischen Unfall in der Friedrich-Ebert-Straße die Leser aufgerufen, gefährliche Stellen in der Stadt zu beschreiben. Hier die ersten Reaktionen besorgter Radler:

Ute Herrmann: Wo wird es in Potsdam für Fahrradfahrer gefährlich? Bald auch in der Heinrich-Mann-Allee . Dort soll auf der Fahrbahn ein Radweg vorgeschrieben werden, obwohl es neben der Straße einen hervorragenden, sicheren Radweg gibt! So eine Leichtsinnigkeit und so ein maßloser Blödsinn, dafür soll auch noch mindestens ein Großbaum gefällt werden.

Mandy Krukow: Ich möchte Ihnen kurz zwei Gefahrenstellen für Fahrradfahrer in Potsdam nennen. Zum einen bei der Wilhelmgalerie die neue Ampelkreuzung. Ich konnte bisher in den vergangenen drei Wochen zwei Unfälle sehen. Und gefährlich wird es auch beim Neuen Garten . Aus Bornstedt kommend am Treffpunkt Freizeit vorbei und dann an der Ecke Behlertstraße.

Jörg Lippert: Klar, brenzlig wird es da, wo es eng ist oder die Autos schnell fahren, zum Beispiel auf der B 2 in Groß Glienicke . Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, wird es in der Behlertstraße sehr eng. Vor allem wenn die weiße Linie als Achtsamkeitsmarkierung unabsichtlich nicht beachtetet oder absichtlich nicht respektiert wird. Keiner der Autofahrer weiß, dass der Abstand zum Fahrradfahrer beim Überholen minimal 1,5 Meter eingehalten werden muss. Weil man weiß, dass sehr viele Autofahrer das missachten (vielleicht eben auch aus Unkenntnis) klebt man förmlich am Randstreifen und holpert über abgesenkte Kanaldeckel und Straßenschäden. Es müsste eine „1,5-Meter-Aktion“ geben oder Hinweisschilder, damit es den Autofahrern bewusst wird. Ach ja, ich vergaß, ich bin auch Autofahrer und weiß um die Gefahr für beide Seiten. Unfälle will keiner, die Autofahrer aber haben eine sicherere Knautschzone. Tolle Idee, so etwas mal öffentlich zu diskutieren.

M. Scholz: Es gibt einige Stellen in Potsdam, die für Radfahrer gefährlich sind. Und wenn es nicht gefährlich ist, dann wird die Gefahr hergestellt. So ist in der Neuendorfer Straße zwischen Großbeerenstraße und Nuthestraße nach der Sanierung vor zwei bis drei Jahren der Fahrradweg auf die Fahrbahn verlegt worden, obwohl rechts und links außerhalb der Fahrbahn betonierte Radwege vorhanden sind. Diese Radwege bestehen seit Jahrzehnten, sind aber wahrscheinlich nicht gefährlich genug. Oder wollten sich die Verkehrsplaner damit in der Unfallstatistik einen Namen machen?

Matthias Grumdig: Ich bin täglich zwischen der Innenstadt und Babelsberg unterwegs. Hier ist insbesondere der Bereich zwischen der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Breitscheidstraße und dem Thalia in Babelsberg kreuzgefährlich. Der „Schutzstreifen“ für Radfahrer ist ständig zugeparkt, so dass man im laufenden Verkehr in den Schienenbereich wechseln muss!!! Das Ordnungsamt ist nie zu sehen! Darüber hinaus ist vor dem Thalia trotz Halteverbot ständig alles zugeparkt. Nutzt man den Radweg auf der Fahrbahn Breitscheidstraße Richtung Fontanestraße, wird man deshalb im Haltestellenbereich vom entgegenkommenden Verkehr fast über den Haufen gefahren. Die Parkhausausfahrt Babelsberger Straße aus den Hauptbahnhof ist ebenfalls kreuzgefährlich, da die meisten Autofahrer aufgrund fehlender auffälliger Markierung nicht mit Radfahrern rechnen und erst an der Bordsteinkante halten. Auch die bereits benannte Gefahrenstelle vor dem Stadtschloss möchte ich erwähnen. Das ist gelinde gesagt unfair von der Stadt, insbesondere gegenüber fußläufigen Touristen. Fazit: Wenn ich mit dem Rad ein Ziel, nämlich meinen Arbeitsplatz, erreichen möchte und überall nur zwischen Fußgängern und Autos hin- und hergeschoben werde wie es einem Stadtplaner/Denkmalschützer o.ä. gerade passt, dann müsste man es aus Sicherheitsgründen eigentlich lassen wieder motorisiert auf der Straße fahren?! Bitte tretet der „fahrradfreundlichen“ Stadt hier mal ordentlich auf die Füße.

Andreas Uecker: Als Beispiel für eine gefährliche Straße für Radfahrer möchte ich die Großbeerenstraße nennen, die ich nahezu täglich zwischen Babelsberg und Drewitz befahre. Die Gefahr droht hier – wie auch bei dem tödlichen Unfall – besonders von unachtsam rechts abbiegenden Fahrzeugen, aber auch von den Bussen des ÖPNV, die hier oft gefährliche Überholmanöver vornehmen, um Radfahrer noch kurz vor der nächsten Haltestelle zu überholen. Als besonderen Gefahrenherd möchte ich die Kreuzung Großbeerenstraße/Wetzlarer Straße in Fahrtrichtung Drewitz vorstellen. Ursache hier ist der dort angebrachte grüne Pfeil, den die Kraftfahrer regelmäßig mit einer grünen Rechtsabbieger-Ampel verwechsel und ohne anzuhalten abbiegen. Da die gesonderte Ampel für den Radverkehr auf dem hier vorhandenen Radweg deutlich früher als die Ampel für den Kraftverkehr grünes Licht zeigt, sind die Kraftfahrer wohl in der Annahme, dass ob des für Sie im Geradeausverkehr noch bestehenden roten Ampellichts schon kein Radfahrer die Kreuzung überqueren wird. Leider ein Irrtum mit erheblichen Konsequenzen. Ich habe hier schon schlimme Unfälle gesehen und bin selber mehrmals nur knapp davongekommen. Auch hier fallen besonders die abbiegenden Busse des ÖPNV unangenehm auf, die ohne Rücksicht auf Verluste bei Rot nach rechts herumdonnern.

Von MAZonline

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