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Potsdam Potsdamerin bringt erstes Kinderbuch heraus
Lokales Potsdam Potsdamerin bringt erstes Kinderbuch heraus
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14:15 05.11.2018
Potsdamerin Marikka Pfeiffer schreibt Abenteuer-Geschichten für Kinder. Quelle: Martin Müller
Potsdam

Es braucht nur einen Fingerschnips, dann ist Marikka Pfeiffer in einer ganz anderen Welt. „Es ist wie im Film. Ich schreibe auf, was ich sehe“, sagt sie. Mit eigener Welt meint Marikka Pfeiffer die Familie Wendelin, die in einem Haus wohnt, das an verschiedene Orte katapultiert wird. Mit dem kürzlich erschienenen Kinderbuch „Das springende Haus – einmal Hollywood und zurück“ hat die Potsdamerin ihr Debüt hingelegt.

Dazu wäre es wohl nie gekommen, hätte sie nicht durchgehalten. Wer Umwege macht, kennt sich besser aus, so beschreibt Marikka Pfeiffer, die einen erwachsenen Sohn hat, ihren Lebenslauf. Sie ist in Berlin groß geworden und studierte dort auch Geschichte und Musikpädagogik. Später drehte sie mit Kindern Filme, spielte mit ihnen Theater und komponierte Lieder. In einem Berliner Verein für Straßenkinder war sie sogar im Vorstand tätig. Irgendwann wollte sie ihren Herzenswunsch erfüllen: Geschichten für die Jüngsten unter uns erzählen. „Kinder leben noch in so einem magischen Zauberland. Ich bin selber gerne noch in dieser Welt“, sagt sie.

Es braucht mehrere Anläufe

2009 ist es dann soweit: Das erste Manuskripte steht. Auf gut Glück schickt sie es an bekannte Kinderbuchverlage. Etwas naiv, sagt sie heute. „Sie haben alle nett geantwortet, aber es waren nur Absagen“, erinnert sich die Potsdamerin. Irgendwie habe man insgeheim ja doch den Wunsch, es gleich beim ersten Mal zu schaffen.

Marikka Pfeiffer lässt sich nicht entmutigen und findet zwei Jahre später eine Literaturagentin. Das erste Werk gilt als verbrannt. Sie muss sich etwas Neues ausdenken. Der Autorin macht das nichts aus. „Es hat mir Spaß gemacht, Handlungen zu erfinden und mich auszuprobieren“, erzählt sie. Doch immer wieder wird sie vertröstet. Später. Dein Moment kommt, sagt man ihr. „Der Markt ist heiß umkämpft. Du kannst noch so gut sein, wenn es gerade nicht gesucht wird, hast du keine Chance“, berichtet Marikka Pfeiffer. Es streicht viel Zeit ins Land, bis sie sich von der Agentur lösen kann. Inzwischen ist sie nach Potsdam gezogen. Hier arbeitet sie selbstständig als Projektleiterin für Literatur und kreatives Schreiben.

„Ich fühlte mich gesehen“

2016 stößt sie auf ihre heutige Agentin mit Sitz in Hamburg, die sofort zuschlägt und Marikka Pfeiffer unter Vertrag nimmt. „Es war toll: Ich fühlte mich gesehen“, erzählt die Autorin. Die Agentin erkennt ihre Stärken und steuert ihrerseits Fachwissen bei. Sie weiß, was der Markt gerade braucht. Gemeinsam entwickeln sie „Das springende Haus“.

Eine Geschichte, in der es um Abenteuer und Freundschaft geht. Im Mittelpunkt stehen der zehnjährige Nick Wendelin und seine Familie, die im wohl coolsten Haus der Stadt wohnen: Es kann nämlich durch die Welt springen. Nachbarskind Lonni findet das wahnsinnig spannend und freundet sich mit Nick an. Normalerweise steuert Opa Widu die ausgetüftelte Maschine im Keller, aber der ist mit Oma Henni unterwegs verloren gegangen. Und so springt das Haus plötzlich ohne Vorwarnung umher.

Zuerst landet die Familie in einer Akazie in der afrikanischen Savanne, wo eine Giraffe genüsslich an den Blättern des Baumes nascht. Es ist auch der Moment, in dem Nick den Brief des Großvaters findet mit den Anweisungen, wie er das Haus reparieren kann. „Es ist ein handschriftlicher Brief, den ich bei Lesungen auch dabeihabe“, verrät Marikka Pfeiffer. Mit aller Kraft versuchen sie, die Großeltern wiederzufinden und die Steuerung wieder zum Laufen zu bringen. Dafür müssen sie aber zuerst einen vierstelligen Code knacken. Wenn da zwischendurch nur nicht der Akku des Hauses schlapp machen würde ...

Band zwei ist schon im Druck

Reale Vorbilder für die Handlung hatte Marikka Pfeiffer nicht. Inspiration zieht sie vielmehr aus Orten – Potsdam mit seinem geschichtsträchtigen Flair hatte einen großen Anteil an der Geschichte, verrät sie. „Ich sehe in Potsdam an jeder Ecke etwas, das mich inspiriert.“ Spaziert sie durch den Babelsberger Park und sieht beispielsweise die Gerichtslaube, kommen ihr die Ideen fast von alleine.

Die ersten Rückmeldungen hat die Autorin zu ihrem Buch bereits erhalten. Vor allem Esmeralda, das Präriehuhn aus Nordamerika, ist der Leser-Liebling schlechthin – und zwar sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Das springende Haus hat insgesamt vier Teile. Die Autorin hat schnell nachgelegt: Schon am 20. November kommt der zweite Band „Das springende Haus – unter der Ritterburg“ heraus.

Von Anne Knappe

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