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Potsdamerin erste Frau an Lafim-Spitze

Kirchliches Leben Potsdamerin erste Frau an Lafim-Spitze

Friederike Pfaff-Gronau wurde jetzt als Theologischer Vorstand des Landesausschusses für Innere Mission (Lafim) eingeführt. Die erste Frau an der Spitze der Organisation seit der Gründung vor 133 Jahren. Bei der Feier in der Potsdamer Nikolaikirche schlug ihr großer Respekt entgegen.

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Friederike Pfaff-Gronau mit Karlotta und Maxima (l.).

Quelle: Christel Köster

Innenstadt. Maxima (10) und Karlotta (12) sind die größten Fans ihrer Tante – klar. Stolz wie Mini-Bolles schmiegten sie sich an Friederike Pfaff-Gronau, nachdem die Pfarrerin am Freitag offiziell in ihr neues Amt als Theologischer Vorstand des Landesausschusses für Innere Mission (Lafim) eingeführt worden war.

Lafim ist Arbeitgeber von 3200 Menschen

Aber auch viele andere „Fans“ hatten sich in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Nikolaikirche eingefunden, um die erste Frau in dieser Funktion in der 133-jährigen Geschichte des Lafim zu beglückwünschen. So zollte Generalsuperintendentin Heilgard Asmus in ihrer Grußbotschaft Respekt für die anspruchsvolle Aufgabe. Sie verglich den breit aufgestellten Lafim – immerhin mit seinen 3200 Mitarbeitern unter den fünf größten Arbeitgebern Brandenburgs – mit einem Zelt. Die Einrichtung ist unter anderem in der Pflege und im betreuten Wohnen engagiert.

De facto führt Pfaff-Gronau schon seit einem Jahr die Geschäfte. „Sie haben sich schon positioniert, etwa in der Sterbebegleitung“, sagte Asmus anerkennend und skizzierte Pfaff-Gronaus Haltung in dieser Frage, die besage: „Wir nehmen diese Begleitung sehr ernst, aber wir nehmen dieses Sterben nicht selbst in die Hand.“

Engagierte Predigt in der Potsdamer Nikolaikirche

Zu den Anliegen, die Pfaff-Gronau selbst nennt, zählt „die Verbindung von Kirche und Diakonie“. Schließlich ist sie selbst eine erfahrene Diakonikerin. Die Berufsstationen der 57-jährigen Rheinländerin lesen sich spannend: Theologiestudium an der Kirchlichen Hochschule in Berlin und der Universität Heidelberg, anschließend eine Sonderdienststelle als Seelsorgerin am Klinikum Leverkusen. Seit 1996 lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. 2002 nahm sie in der Diakonie-Station Steglitz und dem Evangelischen Pflegeheim Lutherstift die Aufgaben einer Pfarrerin wahr, ehe sie in die Geschäftsführung wechselte.

In ihrer Predigt ging Pfaff-Gronau auf ein wichtiges Thema ein: Frauen in leitenden Funktionen. Für die Tätigkeit im Lafim wünschte Asmus der Theologin: „Dass Ihnen die wache Neugier auf Veränderung erhalten bleiben möge.“

Von Ildiko Röd

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