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Potsdamerin singt bei The Voice of Germany

Potsdam Potsdamerin singt bei The Voice of Germany

Ihre Familie könnte kaum unmusikalischer sein. Und doch ist Luzie Juckenburg Musikkünstlerin durch und durch. Nun hat es die Potsdamer Schauspielstudentin auf die TV-Bühne von The Voice of Germany geschafft. Doch sie ist nicht die einzige aus der Region. Auch die Beelitzer können sich über einen Teilnehmer aus ihrem Ort freuen.

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Luzie Juckenburg bei ihrem Auftritt vor der TV-Jury um Yvonne Catterfeld

Quelle: Produktionsfirma Talpa

Potsdam. Luzie Juckenburg hat es geschafft. Sie hat auf der Bühne bei The Voice of Germany gesungen – die erste Runde. Die Potsdamer Schauspielstudentin wollte eigentlich gar nicht. „Ich hätte es mir nie zugetraut, aber meine Mutter hat mich dazu gedrängt.“ Sie meldete sich online an und schaffte es in die Blind-Auditions, dem ersten Auftritt im Fernsehen vor der Promi-Jury um Yvonne Catterfeld. Die Aufzeichnung ihres Auftritts war im Juli. Ob die 20-Jährige weitergekommen ist, erfahren die Familie, Freunde, Bekannte und alle Fans der Sendung allerdings erst am Sonntag in der nächsten Woche. „Wenn ich jetzt etwas verrate, ist das ein Vertragbruch und ich kann juristisch belangt werden“, sagt sie.

Luzie Juckenburg

Luzie Juckenburg

Quelle: privat

Luzie kommt aus einer unmusikalischen Familie. Ihr Vater hört gerne Musik, vor allem Jazz und Blues. Hat zahllose Schallplatten. Mehr ist da an Musik in der Familie aber nicht. Trotzdem haben ihre Eltern sie stets gefördert. Sie bekam musikalische Früherziehung und wurde mit vier Jahren Mitglied im Ensemble Pfiffikuss in ihrer Heimatstadt Cottbus. Dort hat sie gesungen, getanzt und Kabarett und Akrobatik gemacht. „Da stellte sich irgendwann heraus, dass ich ein gewisses Talent habe und von da an wurde ich intensiv gefördert“, sagt Luzie. Mit zwölf Jahren begann der Gesangsunterricht am Konservatorium in Cottbus. Nach vielen weiteren Erfahrungen auf der Bühne stand fest: Sie wird Schauspielerin. An sieben Schauspielschulen in ganz Deutschland hat sie sich beworben. Die Konrad-Wolff-Universität hat sie als eine von zehn aus über tausend Bewerbern ausgewählt.

The Voice of Germany

Die Gesangs-Casting-Show The Voice of Germany gibt es seit 2011. Mittlerweile läuft die siebte Staffel.

Jeder kann sich online mit einem Video anmelden. Überzeugt jemand mit seinem Video, wird er nach Berlin Adlershof eingeladen. Dort gibt es vier Castingrunden, bevor es in die Blind Auditions geht. Dort singt der Teilnehmer mit einer Band sein Lied vor der Jury, die mit dem Rücken zum Sänger nur die Stimme beurteilt. Gefällt sie, drehen sich die Jurymitglieder um und nehmen ihn in sein Team auf. Dann sind sie Coaches und bereiten ihre Schützlinge auf die nächste Runde vor.

Es folgen drei weitere Vorsingen bis das Finale ansteht. Luzie Juckenburg und Mellow Mark sind aus tausenden Bewerbern ausgewählt worden. In die erste TV-Runde schaffen es 150 Teilnehmer.

Nun also eine große TV-Casting-Show. „Die Sendung gibt mir die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und meinen Namen in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagt Luzie.

Bevor Luzie auf die Bühne vor die Promi-Jury treten konnte, musste sie vier Auftritte absolvieren. Jeden musste sie bestehen, um in den nachfolgenden zu kommen. „Ich war in allen vier Runden sehr aufgeregt. Wie immer, wenn ich irgendwo etwas vorsingen muss.“ Doch sie überzeugte – jedes Mal. Im Juli ging es endlich auf die Fernsehbühne. „An diesem Tag ging es mir richtig schlecht. Ich habe mich vor Aufregung vier Mal übergeben, was bisher noch nie vorkam“, sagt sie. „Ich lag zehn Stunden in einem Raum und die Leute wussten nicht, ob ich auftreten kann.“ Irgendwann durfte die Mutter zu ihr und die sprach ihr gut zu. Sie konnte auf die Bühne. Dort ging es ihr wieder besser. „Plötzlich war alles wieder total normal. Mir ging es gut.“ Sie habe sich auf einen Punkt hinter dem Publikum konzentriert und alles ausgeblendet. „Wenn ich auf der Bühne stehe, konzentriere ich mich vollkommen auf mich. Was das Publikum, die Jury und die Kameraleute machen, bekomme ich nicht mit.“

Und nach dem ersten Auftritt vor der Jury? „Den Sieg der Show würde ich mir nie zutrauen“, sagt Luzie. „Einfach weil ich die Konkurrenz gesehen habe und da sind eine Menge sehr guter Leute bei.“

Ein Konkurrent kommt aus Beelitz. Er heißt Mellow Mark, bürgerlich Mark Schlumberger, (43) und hat es auch in die Blind Auditions geschafft. Er ist allerdings etwas weiter in seiner Künstlerkarriere als Luzie. So hat er zahlreiche Platten veröffentlicht, auf denen er verschiedene Musikstile kombiniert: Reggae, Singer/Songwriter, Hip Hop, Ska, Soul. 2003 erhielt er den Newcomer-Echopreis und 2005 den German Reggae Award. 2012 trat er für das Land Brandenburg im Duett mit Nina Maleika beim Bundesvision Song Contest an.

Mellow Mark aus Beelitz

Mellow Mark aus Beelitz

Quelle: promo

Von Annika Jensen

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