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Potsdam Potsdamerin will als erste Deutsche ins All
Lokales Potsdam Potsdamerin will als erste Deutsche ins All
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07:45 08.03.2017
Susanne Peters will zur ISS fliegen. Quelle: Bundeswehr
Potsdam

Eine gebürtige Potsdamerin greift nach den Sternen. Susanne Peters (31) hat gute Chancen, die erste Deutsche im All zu werden. Sie steht mit fünf anderen Bewerberinnen im Finale des Wettbewerbs „Die Astronautin“. Am 19. April wird in Berlin bekanntgegeben, welche zwei Frauen mit der Astronautenausbildung beginnen können. Eine davon soll dann ab dem Jahr 2020 für zehn Tage zur Station ISS fliegen dürfen.

490 Bewerberinnen gab es. Entsprechend hart ist die Konkurrenz in der letzten Runde: Auch eine Eurofighter-Kampfpilotin und eine Astrophysikerin wollen in den Kosmos. Peters selbst beschäftigt sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Weltraumnutzung der Bundeswehr-Universität in München schon länger mit dem Orbit. Thema der promovierten Raumfahrttechnikerin: Wie wird man Weltraum-Müll am besten los?

Ihre Hobbys: Halbmarathon und Taekwondo

Die sechs Finalistinnen haben das Auswahlverfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bestanden. Susanne Peters dürften neben dem Job auch ihre Hobbys geholfen haben: Halbmarathon und Taekwondo.

Als sie 1985 im Potsdamer Bergmann-Klinikum zur Welt kam, war der erste Deutsche, Sigmund Jähn, schon sieben Jahre zurück aus dem All. Susanne Peters Kinderzimmer war bald mit Planetenpostern geschmückt. Für die 31-Jährige ist die Internationale Raumstation ISS heute die perfekte Verbindung von Wissenschaft und Ingenieurswesen. „Nachdem der Mensch tauchen, laufen und fliegen kann, ist Schweben eine noch recht unerforschte Fortbewegungsart“, sagt sie. Sie freue sich auf die Experimente, bei denen es um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den weiblichen Körper gehen soll. Von den 550 Astronauten weltweit waren nur 60 weiblich. Dabei liegt für Peters mindestens ein Vorteil auf der Hand: „Eine leichte Frau verbraucht weniger Sauerstoff. Es kostet 50 000 Euro, einen Liter hochzubringen.“

Initiative muss 50 Millionen Euro einsammeln

Überhaupt: das Geld. Damit die private Austronautinnen-Initiative um die Unternehmerin Claudia Kessler von HE Space Operations genug Schubkraft bekommt, muss sie bei Sponsoren und per Crowdfounding etwa 50 Millionen Euro einsammeln, schätzen Experten. Dann, erklärt Peters, werde man nach einem günstigen Transport zur ISS suchen – ob man am Ende mit den Amerikanern, den Russen oder anderen fliegt, sei noch nicht ausgemacht. Sie lerne schon mal Russisch, sagt Susanne Peters. Gespannt sei sie schon auf die Ausbildung und ihren ersten Parabel-Flug, wo in einem Flugzeug Schwerelosigkeit simuliert wird. Und was sagt ihr Mann zu diesem Abenteuer? „Hauptsache, du kommst zurück.“

www.startnext.com/dieastronautin

Von Volkmar Klein

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