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Potsdam Potsdams Feuerwehr twittert jetzt
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12:02 17.02.2017
Ordnungsdezernent Mike Schubert (SPD, l.) twittert mit den Kameraden der Feuerwehr Hendrik Hänig, Daniel Krieg und Wolfgang Hülsebeck (v.l.),.  Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

 Berlin, München und andere deutsche Großstädte haben es vorgemacht. Am Donnerstag zogen auch die Kameradinnen und Kameraden aus der Brandenburgischen Landeshauptstadt nach. „Willkommen auf dem Twitter Account der Feuerwehr Potsdam“, lautete der erste Tweet aus der Regionalleitstelle in der Hauptfeuerwache in der Holzmarktstraße. #meinersterTweet steht dahinter.


Mit den Hashtags, einer Zeichenkette ohne Leerzeichen, verschlagworten die Twitter-Nutzer ihre Kurznachrichten, die maximal 140 Zeichen lang sein dürfen. Mit einem Klick auf das Hashtag findet man dann alles, was kürzlich zu dem Schlagwort auf Twitter geschrieben wurde. Ganz klar, dass hinter der Nachricht der Potsdamer Feuerwehr auch das #Potsdam nicht fehlen durfte.

Junge Kameraden pflegen den Account

Der Hinweis auf das wichtige Hashtag kam vom 23-jährigen Daniel Krieg. Er und ein weiterer junger Feuerwehrmann sind künftig die Hauptverantwortlichen für den Twitter-Account @FwPotsdam und waren auch für die Vorbereitung zum Startschuss verantwortlich gewesen. Immerhin fällt den jüngeren Kameraden das Twittern wesentlich leichter als den älteren wie beispielsweise Feuerwehrchef Wolfgang Hülsebeck. Er weiß die Leitung des neuen Informations- und Kommunikationsmediums bei Krieg deshalb in guten Händen.

Einsatzgezwitscher

Wie wichtig der Twitter-Account der Feuerwehr werden kann, hat sich gleich am Freitag gezeigt. Morgens hat die Feuerwehr nämlich aktuelle Informationen zu einem Brand in einer Kita veröffentlicht. Und das transparent und schnell. Die Feuerwehrleuten twitterten kurz nach dem sie zum Einsatz aufbrachen, lieferten während des Einsatzes einen kurzen Zwischenstand und dann die Vollzugsmeldung.

Mehr dazu gibt es hier.

Zu sehen gibt es auf dem Account künftig wie bei anderen twitternden Feuerwehren oder der Polizei auch Bilder vom Einsatzort bei Verkehrsunfällen und Bränden. „Twitter ergänzt die klassischen Informationssysteme zwar nur“, sagte Hülsebeck, „aber es ist eine elegante Art, vor offiziellen Pressemitteilungen Vorabinformationen zu geben.“ Wohin die roten Fahrzeuge in der Landeshauptstadt unterwegs sind, kann die Bevölkerung so aus erster Hand erfahren.

Auch über Technik und den Nachwuchs wird getwittert

Genutzt werden soll Twitter aber auch für andere Anliegen. „Wir wollen auf diesem Wege über die allgemeine Arbeit der Feuerwehr informieren“, erklärte der Potsdamer Feuerwehrchef. Fotos von der neuesten Technik sollen deshalb ebenso auf dem Account Platz finden wie Veranstaltungsankündigungen oder Werbung für die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr. Im zweiten Tweet am Donnerstagnachmittag wurde beispielsweise auf eine Stellenausschreibung als Rettungsassistent in der Stadt Potsdam hingewiesen.


Landeshauptstadt begrüßt die Feuerwehr

Die ersten Reaktionen nach dem Startschuss für den Feuerwehr-Account ließen am Donnerstagnachmittag übrigens nicht lange auf sich warten. Die ersten 100 Fans waren schnell erreicht. „Herzlich Willkommen im Club“, twitterte auch die Landeshauptstadt (@LH_Potsdam) flott zurück. Sie ist den Brandhelfern schon um 8322 Tweets, knapp 2400 Follower und eine jahrelange Routine im öffentlichen Twittern voraus.


Die Potsdamer Wehr muss erst noch lernen, den neuen Kommunikationskanal immer im Hinterkopf zu haben, wenn sie auf dem Weg zu einem Einsatz ist. „Die Jungen sind aber schon von Natur aus im Modus, daran zu denken“, sagte Hülsebeck zuversichtlich mit Blick auf die erfolgreichen Vorbilder aus anderen Städten und hofft in Potsdam auf den Learning-By-Doing-Effekt.

Bei Notfällen weiterhin die 112 wählen

Besetzt sein soll der Twitter-Account von nun an 24 Stunden täglich. Den Notruf ersetzt das Gezwitscher im Internet aber nicht. Bei Notfällen sollten die Potsdamer auch weiterhin nur die 112 und keine Kurznachrichten in die Tastatur ihres Handys eintippen.

Meldungen und Meinungen in 140 Zeichen

Microblogging nennt sich das System von Twitter, bei dem jede der telegrammähnlichen Kurznachrichten, Tweets genannt, nur 140 Zeichen inklusive Leer- und Satzzeichen enthalten darf. Ausgenommen von dieser Regelung sind seit September 2016 Links zu Fotos und Videos sowie Zitate aus anderen Tweets.

319 Millionen Nutzer sind weltweit auf Twitter aktiv. Sängerin Katy Perry hat den beliebtesten Account. 95 Millionen Menschen („Follower“) verfolgen ihre Kurznachrichten. Auf Platz 2 folgt Sänger Justin Bieber. Barack Obama ist mit 83 Millionen Followern auf Rang 3. CNN (Rang 17) ist das beliebteste Medienunternehmen.

In Deutschland gibt es derzeit zwölf Millionen aktive Nutzer. Der erfolgreichste von ihnen ist Fußballer Mesut Özil. Er hat als einziger deutscher Nutzer mehr als zehn Millionen Follower. In den deutschen Top 10 befinden sich außer Heidi Klum (Rang 3) und Musikproduzent Zedd (Rang 10) ausschließlich Fußballer.

Von Victoria Barnack

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