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Potsdam Grüne wollen mehr Bibliothek
Lokales Potsdam Grüne wollen mehr Bibliothek
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00:21 14.03.2019
Die Waldstadt-Zweigbibiothek „Pablo Neruda“. Quelle: Michael Hübner
Potsdam

Eine Neuordnung der Potsdamer Bibliothekslandschaft haben die Grünen mit einem Antrag angeregt, der am Montag von den Stadtverordneten in den Bildungs- und den Kulturausschuss überwiesen worden ist. Demnach soll die Verwaltung prüfen, „ob die Bibliotheksversorgung in Potsdam noch zeitgemäß und ausreichend“ ist.

Geprüft werden soll, an welchen Orten und zu welchen Kosten zusätzliche Bibliothekszweigestellen „sinnvoll und realisierbar“ wären. Geprüft werden soll, wie teuer eine Modernisierung der Zweigstellen Am Stern und in der Waldstadt wären. Schließlich wollen die Grünen prüfen lassen, „wie ein Medienbus für Potsdam betrieben und wo er eingesetzt werden könnte“.

Mit der „hochmodernen Hauptbibliothek im Zentrum“ und zwei Zweigbibliotheken scheine die Bibliotheksversorgung „nicht mehr ausreichend“, „große Teile der Stadt seien „nicht versorgt“, schreiben die Grünen in der Begründung des Antrags. Insbesondere im Potsdamer Norden könnten „angesichts weiter Wege kaum Leser generiert“ werden. Kritisiert werden Ausstattung und der bauliche Zustand der Zweigestellen.

Versorgungsbedarf sehen die Grünen „besonders“ bei den Stadtteilen Drewitz, Schlaatz und Kirchsteigfeld, wo „nachweislich ein wesentliches Ungleichgewicht in der Bildungschance“ bestünde. Im September soll die Verwaltung Bericht über die Prüfergebnisse erstatten.

Baustelle für die Bibliothekszweigstelle Am Stern im August 1985. Quelle: Bernd Gartenschläger

Eine weitere Verbesserung des bibliothekarischen Angebotes ist für die Stadtpolitik bereits seit geraumer Zeit ein Thema. Die jüngste Mitteilung über laufende Prüfungen zu weiteren Zweigstellen und der möglichen Anschaffung einer „mobilen Bibliothek“ hatte es im Februar im Bildungsausschuss gegeben. In der Sitzung wurde kritisch festgestellt, dass insbesondere der „wachsende Norden ohne Standorte“ sei. In der Diskussion ist unter anderem eine neue Zweigstelle in Krampnitz.

Im Gegensatz zur aktuellen Debatte über Erweiterungsbedarf ist die Anzahl der Bibliotheksfilialen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich reduziert worden. Zweigestellen gab es unter anderem in der Brandenburger Vorstadt an der Ecke Geschwister-Scholl-/Zeppelinstraße, in der Goetheschule und im Kirchsteigfeld.

Seit der Wiedereröffnung der Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum am Platz der Einheit ist die Nachfrage so groß wie noch nie seit dem Mauerfall.

Von Peter Degener und Volker Oelschläger

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