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Potsdam Potsdams „Horrorkurve“ soll sicherer werden
Lokales Potsdam Potsdams „Horrorkurve“ soll sicherer werden
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00:17 29.10.2016
Rad- und Fußweg am Landtag sollen sicherer werden. Quelle: Bungert
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Potsdam

Die am meisten gefürchtete Radpiste Potsdams, auf der täglich zehntausend Radler entlang flitzen, soll entschärft werden: Mit Maßnahmen wie Warnschildern, Hinweissymbolen und Tempo-Stoppern will die Verwaltung die Sicherheit für Radler und Fußgänger am Landtag verbessern. Im Volksmund trägt die unübersichtliche Ecke am Parlament längst den Namen „Horrorkurve“. Insbesondere nichts ahnende Touristen und heranpreschende Radfahrer kommen sich oft in die Quere.

Radverkehrsbeauftragter Torsten von Einem. Quelle: Friedrich Bungert

Zwar sei der Bereich um den Landtag und auf der Langen Brücke kein städtischer Unfallschwerpunkt, sagte Potsdams Radverkehrsbeauftragter Torsten von Einem am Freitag bei einem Vor-Ort-Termin. Zwischen 2013 und 2015 gab es auf der Strecke 19 polizeilich gemeldete Unfälle. Aber: Die Dunkelziffer dürfte höher sein. Und: „Das subjektive Sicherheitsgefühl der Potsdamer ist gestört“, räumte von Einem ein. Der Bereich von der Langen Brücke bis zum Landtag zwischen der Babelsberger Straße und dem Steubenplatz mit den Ringerkolonnaden ist die am stärksten genutzte Radstrecke der Stadt. Die Ecke am Landtag wird als besonders risikoreich empfunden, weil es hier keine Trennung zwischen Rad- und Fußweg gibt. Erst ab Höhe Otto-Braun-Platz beginnt eine Streckentrennung über die Lange Brücke. Doch auch die Brücke hat wegen ihres Gefälles stadteinwärts ihre Tücken. „Bis Mitte 2017 soll der Bereich der Ampel am Otto-Braun-Platz/Humboldtstraße umgestaltet werden“, kündigte von Einem am Freitag an.

Risikoreiches Umfeld am Landtag. Quelle: Landeshauptstadt Potsdam

Die Arbeiten beginnen in den Osterferien 2017. Der Ampelweg führt hinüber zur Straßenseite mit dem Hotel Mercure. Derzeit müssen die Fußgänger direkt hinter dem Radweg auf die Grünphase warten – ein Risiko, wenn man bei Grün zur Straße will und gerade ein paar Fahrradfahrer vom Bahnhof herangeprescht kommen. Um den flotten Fahrern stadteinwärts auf der abschüssigen Langen Brücke die Lust am Tempo zu nehmen, will die Verwaltung ab nächstem Frühjahr im Bereich Lange Brücke/Humboldtstraße sogenannte Rüttelstreifen einbauen. Die kleinen Buckel sollen die Radler dazu bringen, ihre Geschwindigkeit zu drosseln. Geplant ist auch ein Tempowarnschild auf der Brücke. An der gefürchteten Landtagsecke sollen große weiße Fußgänger- und Radler-Symbole auf dem Boden für Wachsamkeit sorgen. Ob Piktogramme und Rüttelstreifen tatsächlich etwas bringen, wird nach mindestens einjähriger Testphase von der Stadt ausgewertet. Getrennte Wegeführungen kommen für die Verwaltung aus jetziger Sicht allerdings nicht infrage – aus Platzgründen, wie es heißt. Stattdessen wird an die Rad- und Fußgänger appelliert, gegenseitig Rücksicht zu nehmen.

Auf der Langen Brücke soll künftig so ein Schild stehen. Quelle: Friedrich Bungert

Kritik kam am Freitag von den Linken, denen die Planungen zu halbherzig sind. Kreischef Sascha Krämer fordert die sichtbare Trennung von Fuß- und Radweg: „Einen Radweg zu markieren, dürfte Potsdam sich gerade noch leisten können.“

Von Ildiko Röd

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